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Ärger um Glasfronten-Gutachten

24. September 2010 | 04:20 Uhr | Von caw

Einstimmigkeit war Trumpf während der jüngsten Bauausschuss-Sitzung in Klein Offenseth-Sparrieshoop. Foto: caw

Klein offenseth-sparrieshoop. Nicht ganz reibungslos verläuft die energetische Sanierung der Feuerwache in Klein Offenseth-Sparrieshoop. Grund ist ein Planungsbüro, das für seine Arbeit mehr verlangt, als es den Bauausschuss-Mitgliedern recht ist. "Wir wollen die große Glasfront erneuern", erklärte der Ausschussvorsitzende Joachim Naumann während der jüngsten Sitzung. Die entsprechenden Haushaltsmittel stünden zur Verfügung. Auf etwa 40 000 Euro bezifferte Naumann die Kosten für die Modernisierung.

Das angefragte Büro verlange für den Planungsauftrag rund 9000 Euro. Viel Geld, im Vergleich zur Bausumme von 40 000 Euro. Zu viel Geld, meinen übereinstimmend die Ausschussmitglieder. Auf Nachfrage, ob man nicht ganz ohne Planungsbüro auskommen könne, erklärte Naumann: "Nein, weil die Maßnahme einen Eingriff in die Statik bedeutet." Nun soll mit dem Büro nachverhandelt werden. Wird dabei kein gemeinsamer Nenner gefunden, will man sich nach einem anderen Anbieter umsehen.

Im Zeitplan liegen nach Aussage Naumanns die Arbeiten am Kindergarten Botterhörn (EN berichteten), die am 1. August 2011 abgeschlossen sein sollen. Zurzeit werde geprüft, ob die Jungen und Mädchen während der Bauphase in Ausweichquartiere umziehen müssen und wie generell der Tagesstättenbetrieb in dieser Zeit ablaufen soll. Gespräche laufen auch mit dem Träger der Einrichtung, der evangelischen Kirche. Hierbei geht es vor allem um die Frage, welches Nutzungskonzept letztlich umgesetzt wird.

Eher überraschend auf der Tagesordnung stand das Thema Generalentwässerungskonzept, das vorrangig vom Wegeausschuss behandelt wird. "Wo wollen wir mit unserem Oberflächenwasser dauerhaft bleiben?", fragte Naumann in die Runde. Im Dorf gebe es noch etliche Versickerungsanlagen. Lösungsvorschläge wie ein Dorfteich oder ein Regenrückhaltebecken wurden gemacht. Einig sind sich die Ausschuss-Mitglieder, dass eine "sach- und kostengerechte oberflächennahe Lösung" angestrebt werden soll - und zwar noch im Anfangsstadium der Flächennutzungsplanung.

Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Ausschusses für eine Aufhebung des Bebauungsplanes Nummer 7 für das Gebiet Verbindung Lerchenweg/Reichsbundstraße/Heidesiedlung aus. Zum Hintergrund: Vor kurzem wurde das letzte der insgesamt 60 Gründstücke des Neubaugebietes verkauft, der Bebauungsplan spielt daher aus Sicht von Naumann zukünftig keine große Rolle mehr. Wann die Aufhebung erfolgen soll, ließ der Bauausschuss offen.


 

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