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CDU sucht Kandidaten für Elmshorner Bürgermeister-Wahl

04. Mai 2010 | Von ly

Landtagsabgeordneter und CDU-Ortsvorsitzender Michael von Abercron tritt nicht wieder an. Foto: Völz

Elmshorn. Die Elmshorner CDU ist auf der Suche nach einem Bürgermeister-Kandidaten. "Wir werden diesmal auf jeden Fall einen Kandidaten vorstellen", sagte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Michael von Abercron. Der Landtagsabgeordnete erklärte gleichzeitig, er selbst werde nicht kandidieren. Aber cron trat für die Elmshorner CDU 2001 gegen die amtierende Bürgermeisterin Brigitte Fronzek (SPD) an.

Die Amtszeit von Bürgermeisterin Brigitte Fronzek endet am 31. Dezember 2013. Sie trat 1996 die erste von insgesamt drei sechsjährigen Amtsperioden an. Zuletzt gewann sie die Wahl im September 2007 mit 82 Prozent. Unmittelbar nach ihrem Wahlsieg erklärte die heute 57-jährige Sozialdemokratin: "Dies ist meine letzte Amtsperiode". Bei der nächsten Wahl gibt es also für keinen Kandidaten einen Amtsbonus.

Die CDU hatte 2007 keinen eigenen Kandidaten aufgestellt. Fronzek war so populär, dass die Christdemokraten keine Persönlichkeit in ihren Reihen fanden, die als Zählkandidat antreten wollte. Bei der Diskussion gab es damals aber auch zeitliche Verzögerungen. Dies hätte im Falle einer Kandidaten-Kür dazu geführt, dass der CDU-Kandidat kaum Zeit gehabt hätte, sich in örtliche Themen einzuarbeiten beziehungsweise sich dem Wähler vorzustellen. Dies soll jetzt anders werden: "Wir werden sehr rechtzeitig einen Kandidaten oder eine Kandidatin aufstellen", sagte von Aber cron. Bereits im kommenden Jahr soll es erste Vorentscheidungen geben. Und der Kandidat soll mindestens ein Jahr vor dem Wahltermin feststehen.

Die CDU hält das Rennen bei der nächsten Bürgermeisterwahl "für völlig offen", da es aus ihrer Sicht im Rathaus einen Generationswechsel geben wird. Die ersten Gespräche mit möglichen Kandidaten haben führende Elmshorner Christdemokraten bereits geführt. Klar und eindeutig formuliert Ex-Kandidat Michael von Abercron, der im vergangenen Herbst in den Landtag einzog, er werde nicht wieder antreten. "Das ist keine Perspektive für mich und für die Stadt, da ich bereits im Falle einer Wahl nach der ersten Amtsperiode auf Grund meines Alters nicht mehr antreten dürfte."

Völlig offen ist, so Michael von Abercron, ob der Kandidat aus Elmshorn, aus dem Kreisgebiet oder "von noch weiter weg kommt". "Wir bereiten uns aber bereits jetzt auf die Wahl vor. Das heißt: Wir klären in Ruhe, wer kann, wer will und wen wollen wir."

Bei der SPD wird die amtierende SPD-Fraktionsvorsitzende Beate Raudies immer wieder als Kandidatin gehandelt. Sie selbst hält sich bedeckt und schweigt. Für Raudies könnte es im Falle einer Bürgermeisterkandidatur aber ein Problem geben: Da es 2013 neben der Bürgermeisterwahl auch eine Kommunalwahl gibt, könnte sie nur bei einer von zwei Wahlen antreten, da sonst ihre Glaubwürdigkeit in Frage gestellt würde. Eine der möglichen Folgen: Tritt sie zur Bürgermeisterwahl an und verliert, wäre ihre kommunalpolitische Karriere beendet.


 

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