ELMSHORNER NACHRICHTEN

 

Anti-Atom-Demo - und keiner kommt

13. Februar 2012 | Von jro

Die fröstelnden Aktivisten: Andrea Hell (vorne links) im Gespräch mit Marianne Kolter von der Anti-Atom-Initiative Pinneberg. Foto: Roolfs

Elmshorn. "Wir haben’s ausfallen lassen." Irgendetwas war wohl in der Kommunikation schief gelaufen, Organisator Thorsten Berndt musste kurzfristig ins Ausland - wo genau es gehakt hatte, wusste Marianne Kolter von der Anti-Atom-Initiative des Kreises Pinneberg auch nicht. Auf jeden Fall stand sie am Sonnabendmittag auf dem Alten Markt neben einem leeren Rednerpult, von dem aus eigentlich Bürgermeisterin Brigitte Fronzek sprechen sollte. Die war allerdings weit und breit nicht zu sehen. "Nun machen wir einen Infostand", gab sich Kolter pragmatisch.

Rot-gelbe Anti-Atom-Sonnen, Transparente, ein Biertisch mit Buttons und Flugblättern, zwei schwarz-gelbe symbolische Atommüllfässer und ein knappes Dutzend fröstelnder Aktivisten hatten sich auf dem Alten Markt versammelt. Ein grüner Sonnenschirm über einem Stehtisch und ein IG-Metall-Schal verrieten, wer sich hier unter anderen dafür aussprach, alle Atomanlagen sofort auszuschalten. "Fukushima: 8870 km; Brokdorf: 30 km" mahnte ein Aufkleber. Die Elmshornerin Andrea Hell hatte auf ihrem Rücken ein bodenlanges, selbst gestaltetes Transparent aus Stoff befestigt. Zwei Babypuppen steckten darin, darüber stand: "Wir wollen lächeln, nicht strahlen." Marianne Kolter sah die Situation positiv. Wichtigstes Anliegen des Tages war es schließlich, Mitmacher für den bundesweiten Aktionstag am 11. März zu mobilisieren, zum Jahrestag der Fukushima-Katastrophe. "Wir wollen Brokdorf umzingeln", so Sabine Ropeter: "mit vielen Leuten und Aktionen."


 

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