ELMSHORNER NACHRICHTEN
Entkernung
Hertie-Haus: Abriss startet im Februar
Elmshorn. Nach zwei Jahren Leerstand kommt endlich Bewegung ins Hertie-Haus: Bereits im Februar soll der Rückbau des hässlichen Klotzes beginnen. Das jedenfalls teilte die Berliner Laren Development AG gestern mit, die mit dem Umbau und der Vermietung des Gebäudes vom neuen Eigentümer, der Firma Cornerstone Real Estate Advisers, beauftragt wurde.
"Wir haben den Bauantrag am 21. Dezember eingereicht", sagte Maria Koopmann von der Projektentwicklungsgesellschaft. Jetzt sei es an der Stadt Elmshorn, diesen zu prüfen und grünes Licht zu geben. So lange will das Unternehmen jedoch nicht warten. Die ersten Angebote für den Rückbau des Gebäudes sollen bereits vorliegen. "Im Januar wollen wir verhandeln", sagt Koopmann, im Februar sollen die Arbeiten beginnen. Das zweite und dritte Obergeschoss wird, wie berichtet, bis auf einen kleinen Teil abgerissen. Dort ist eine Gastronomie samt Terrasse vorgesehen. Auch im Inneren bleibt kein Stein auf dem anderen. "Das Gebäude soll komplett entkernt werden", so Koopmann. Nicht einmal die Rolltreppen würden bleiben.
Verhandlungen mit möglichen Mietern
Die Verkaufsfläche, die dann hinter einer modernen, hellen Glasfassade liegen soll, wird voraussichtlich in drei Geschäftsräume aufgeteilt. Zwei der Flächen sollen 2000 Quadratmeter, eine 3000 Quadratmeter groß werden. "Wir stecken noch in Verhandlungen, die Verträge sind noch nicht unterzeichnet", sagt Koopmann in Hinblick auf die möglichen Mieter. Im Gespräch sind die Moderiesen H&M und C&A sowie die Drogeriekette Müller. Dies will Koopmann jedoch noch nicht bestätigen.
Fest steht aber: Bereits Ende 2012 soll die umfangreiche Umbaumaßnahme beendet sein. Und schon 2013 sollen die Geschäfte eröffnen können.
Dem will die Stadt Elmshorn nichts entgegenstellen: "Ich freue mich, dass es so deutlich weitergeht", sagte Bürgermeisterin Brigitte Fronzek. Allerdings würde die Genehmigung des Bauantrages bis zu drei Monate in Anspruch nehmen, schließlich müssten mehrere Behörden ihr okay geben. Dennoch wird vermutlich schon im Februar mit den Arbeiten begonnen werden. "Wir als Stadt können innerhalb von vier Wochen eine Teilbaugenehmigung erteilen", erläutert Fronzek. So könnte etwa der Abriss bereits starten, selbst wenn der Brandschutz den endgültigen Plan noch nicht genehmigt hat. "Wir gehen aber davon aus, dass die Pläne genehmigungsfähig sind", gibt sich Fronzek optimistisch.
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Wenn man einmal vom Verfall der letzten Jahre absieht, war das Karstadt-/Hertie-Haus mitnichten ein hässlicher Klotz, sondern passte sich mit seiner Farbgebung und Gestaltung sehr wohl dem Ziegelbau der Nikolaikirche an.
Vom geplanten deutlich kleineren Neubau in billiger weißer Glas- und Putzfassade kann man das wohl kaum behaupten. Wenn man den bisher veröffentlichten Plänen Glauben schenken darf, nimmt der Investor keinerelei Rücksicht auf die farbliche Harmonie des Alten Marktes.