ELMSHORNER NACHRICHTEN
Diskussion um Kita Zum Krückaupark
Kölln-reisiek. Das Thema Dachsanierung an der Elmshorner DRK-Kindertagesstätte Zum Krückaupark stand nicht auf der Tagesordnung des Kölln-Reisieker Gemeinderates. Trotzdem beschäftigte es die Gemüter. Über die Parteigrenzen hinweg beklagten Birger Paulsen (SPD) und Ulrich Schley (CDU) direkt oder indirekt, dass seitens der Stadt Elmshorn ein Gutachten ohne Beteiligung Kölln-Reisieks erstellt wurde. Mit einem umfangreichen Fragenkatalog an die Verwaltung Elmshorn-Land zum Vertrag zwischen der Gemeinde und dem Deutschen Roten Kreuz hat Finanzausschusschef Paulsen auf die zeitweise Sperrung der Turnhalle reagiert. "Es wird keine Sanierung geben, die nicht mit uns abgestimmt ist", sagte er.
Schley war einen Schritt weiter: "In dem Vertrag steht im Prinzip drin, dass wir zahlen müssen", sagte der Vorsitzende des Bau- und Planungsausschusses. Dieses Gremium war bislang nicht mit dem Thema befasst. Er kündigte an, zu einer nächsten Sitzung Vertreter der Stadt Elmshorn einzuladen. "Auch wenn sie das nicht machen, wir machen das", sagte Schley. Er stellte unwidersprochen Einigkeit im Kölln-Reisieker Ortsparlament darüber fest, dass vorhandene Schäden an der Kita so weit nötig auch unter finanzieller Beteiligung der Gemeinde beseitigt werden müssen.
Der DRK-Kreisverband Pinneberg war als Träger der Kita an das Elmshorner Amt für Kinder, Jugend, Schule und Sport wegen der Beseitigung von akuten Schäden herangetreten. Daraufhin hatte die städtische Architektin Nicole Höynck im Zuge der "Amtshilfe" das Dach in Augenschein genommen und eine Komplettsanierung empfohlen. Alternativ seien auch Teillösungen möglich. Die Finanzierung sollten die beteiligten Kommunen jeweils zur Hälfte über so genannte Sonderzuschüsse sicher stellen. Im September sprach sich in Elmshorn der Ausschuss für Kinder, Jugend, Schule und Sport einstimmig für die Kostenübernahme der großen Lösung im Jahr 2012 aus. Die angemeldeten 225 000 Euro als Elmshorner Teil wurden aber letztlich nicht in den Haushalt aufgenommen.
In einem Gespräch hatte Kölln-Reisieks Bürgermeisterin Karin Röder signalisiert, dass die Nachbargemeinde wegen des geplanten Baus eines eigenen Kindergartens und der sich voraussichtlich im kommenden Jahr verändernden Belegungszahlen beim DRK nicht die Hälfte der Kosten zu tragen bereit sei. An dieser Haltung hat sich nichts geändert.
Leserkommentare
Lust auf mehr? Die Elmshorner Nachrichten jetzt
2 Wochen kostenlos testen.






Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben. Anmelden
Warum muss ich mich anmelden/registrieren?
shz.de distanziert sich prinzipiell von allen in den Leserkommentaren geäußerten Meinungen ohne Rücksicht auf deren Inhalte. Alle Beiträge in den Leserkommentaren geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen der User wieder.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien für Kommentare!