ECKERNFÖRDER ZEITUNG

 

Hoffnung auf Schulsozialarbeit in Altenholz

27. August 2011 | Von sum

Altenholz. Ein Schuljahr mussten die Schulen in Altenholz ohne Sozialarbeit ausgekommen, nachdem die Gemeinde den Vertrag mit Erziehungswissenschaftlerin Beate Stuchtey aus Kostengründen nicht verlängert hatte. Der Alltag zeigt jedoch, wie sehr so eine Fachkraft an der Schule benötigt wird. Neuregelungen im Sozialgesetzbuch lassen hoffen, dass die Stelle bald wieder besetzt wird.

Der Bund stellt in Ergänzung zum Bildungs- und Teilhabepaket Gelder für Schulsozialarbeit zur Verfügung, die über die Kreisverwaltungen unter den Schultärgern aufgeteilt werden. Dem Kreis Rendsburg-Eckernförde stehen bis 2013 rund 800 000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Bei der Zuteilung spielen neben der Schülerzahl die Zahl der Familien mit Hartz IV oder Migrationshintergrund eine Rolle. Wenn alle Schulträger im Kreis einen Zuschuss beantragten, könnte Altenholz mit maximal 30 000 Euro im Jahr an Unterstützung rechnen. Vor diesem Hintergrund schlägt die Verwaltung dem Schulausschuss vor, zum nächsten Halbjahr einen Schulsozialarbeiter für 21 Stunden pro Woche einzustellen.

Eine gute Nachricht für Thomas Haß, Leiter der Regionalschule. In einem Brief an die Verwaltung hatte er mit Beispielen allein eines Schultages dargelegt, wie dringend eine solche Kraft benötigt wird. "In einer sich verändernden Gesellschaft mit den bekannten Erziehungsschwierigkeiten kann Schule ohne Sozialarbeit nicht auskommen", stellt Haß fest. Pastor Okke Brecklings-Jensen, der mit seinem Kollegen abwechselnd an jedem Freitagvormittag Jugendlichen in der Schule für Gespräche zur Verfügung steht, sieht das genau so. "Mit unserem Angebot der Schülerseelsorge können wir nur reaktiv tätig werden. Unerlässlich erscheint uns die Ausweitung aus Schulsozialarbeit, um die Probleme, mit denen wir konfrontiert werden, bereits im Entstehen zu bearbeiten beziehungsweise gar nicht erst aufkommen zu lassen", so Breckling-Jensen.

Der Verwaltung liegen bislang zwei Angebote von Trägern vor, die Schulsozialarbeit in Altenholz mit Leben zu erfüllen. Neben der evangelischen Beratungsstelle für Erziehungs-, Familien- und Lebensfragen unter dem Dach der Diakonie Rendsburg-Eckernförde ist das die Arbeiterwohlfahrt Gettorf und Umgebung. Eine Aufstockung der Wochenstunden auf mehr als 21 wäre denkbar, wenn eine Kooperation mit dem Amt Dänischenhagen eingegangen würde, das für seine Grundschulen entsprechende Gelder beantragen könnte. Dirk Osbahr, Leitender Verwaltungsbeamter, hält die Idee für durchaus sinnvoll, hatte jedoch noch keine Gelegenheit, sie dem Schulverband Küste Dänischer Wohld und den dazu gehörenden Gemeinden vorzustellen. Ob auch sie den Bedarf sehen, sei noch zu klären, so Osbahr.

Der Schulausschuss in Altenholz berät dazu am Dienstag, 5. September, um 17 Uhr im Ratssaal.


 

Leserkommentare

 


Lokalausgabe wählen

 
 

SONDERTHEMEN

Hier finden Sie die aktuellen Sonderthemen aus Ihrer Tageszeitung

24.05.

 

22.05.

18.05.


Die aktuellen Sonderbeilagen der Tageszeitung

 


Was suchen Sie?

z.B. "Hotel", "Software", "Müller"

Wo suchen Sie?

z.B. "Flensburg" , "Rote Str."

Wen suchen Sie?

z.B. "Hotel", "Software", "Müller"

Wo suchen Sie?

z.B. "Flensburg" , "Rote Str."

 
INSTITUT50PLUS
Lebendig leben...
Angebote für eine aktive Lebensgestaltung
 

REDAKTION ECKERNFÖRDE

Gernot Kühl, Redaktionsleitung
(04351) 9008-1470

 

Arne Peters, Stadtredaktion
(04351) 9008-1480

 

Achim Messerschmidt, Hüttener Berge
(04351) 9008-1482

 

Dirk Steinmetz, Schwansen
(04351) 9008-1483

 

Susanne Meise, Dänischer Wohld
(04351) 9008-1484

 
 
HÄUFIG GELESEN

Drei Tote bei Verkehrsunfällen im Norden

Drei Menschen sind am Donnerstag bei Verkehrsunfällen in Hamburg und Schleswig-Holstein ums Leben ...mehr

 
 


KONTAKT | IMPRESSUM | AGB | DATENSCHUTZ