ECKERNFÖRDER ZEITUNG
Heute Abend ruft die Gelbe Westen-Gilde ihren neuen König aus
Eckernförde. Das 441. Gildefest hat begonnen. Gestern Nachmittag eskortierten Vorstand, Offizierskorps, Gildebrüder und zahlreiche Bürger den 1,63 Meter großen und knapp 40 Kilogramm schweren Papagoyenvogel mit Musikbegleitung vom Gildelokal Ratskeller zum Schießplatz am Strand vor der Stadthalle. Unterwegs gab’s drei kurze Unterbrechungen in gastronomischen Betrieben, um den beim Ummarsch erlittenen Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen, wie der stellvertretende Schützenmeister Joachim Bosse betonte. Um 17.07 Uhr thronte der majestätische Vogel aus Erlenholz dann hoch und erhaben über den Dächern der Stadt und harrt der Kugeln, die heute ab 14 Uhr beim Königsschießen auf ihn abgefeuert werden. Bleibt abzuwarten, wie widerstandsfähig die Zielscheibe diesmal ist - im vergangenen Jahr fiel der Königsschuss erst weit nach 19 Uhr. Diesmal, so Bosse, der den Vogel zusammen mit dem stellvertretenden Schaffer Oliver Neumann durch die Stadt trug, soll es schneller gehen - 18.30 Uhr haben sich die Gildeschützen als Ziel gesetzt. Anschließend wird der neue König ausgerufen, diesmal gibt es wirklich einen neuen, weil ein König laut Statuten nicht länger als in zwei aufeinander folgenden Jahren regieren darf. Die Amtszeit von "Günter de Architektonische" (Günter Haß) läuft in jedem Fall ab.
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