ECKERNFÖRDER ZEITUNG
Angebote für Senioren erhalten
Felm. "Eine sehr komplette Runde" kündigte Moderator Hermann-Josef Thoben auf dem Felmer Treff am Montag im Felmer Krog an, bei dem die neue Vorsitzende des DRK Ortsvereins, Dorit Hackauf, im Mittelpunkt stehen sollte. Komplett vor allem deshalb, weil auch Winfried Rusch vom DRK Kreisverband und auf Landesebene Frauke Tengler, die DRK Vizepräsidentin, angereist waren, um ihre Arbeit vorzustellen und gegebenfalls Hilfestellung anzubieten.
Lange war der Posten der Vorsitzenden im DRK Ortstverein vakant, bis sich Dorit Hackauf aufstellen ließ. "Als nun sogar über Auflösung gesprochen wurde, habe ich mich dazu entschlossen", erklärte sie, weil sie es wichtig finde, dass die Arbeit in der Gemeinde, besonders auch für die Senioren, fortgeführt werde.
Gemeinsam mit ihren Stellvertreterinnen Monika Kurz und Sabine Suhr möchte Hackauf die Angebote für die Senioren erhalten und gleichzeitig bei den "jüngeren Älteren" das Interesse an gemeinsamen Nachmittagen und Ausflügen wecken. Zu diesem Zweck plant sie, sich mit den Vorsitzenden umliegender Ortsvereine auszutauschen und von deren Ideen und Plänen zu profitieren.
Frauke Tengler ist seit 2004 DRK-Vizepräsidentin. "Wenn das DRK fragt, kann man nicht Nein sagen, hat man mir damals gesagt. Ich bin froh, dass Sie auch Ja gesagt haben", erklärte sie. Der Landesverband sei als "Servicebetrieb für die Kreis- und Ortsverbände" im Einsatz. Profile für DRK Kindergärten seien vom ihm ausgearbeitet worden, jetzt gehe es darum, Profile für die Sozialarbeit, wie sie auch in Felm geleistet werde, zu erstellen.
Darüber hinaus werden Schulungen, wie Papilio, ein Programm zur Prävention von Sucht- und Gewaltverhalten für Kinder oder HiP (Helferinnen in der Pflege) organisiert, Konzepte ausgearbeitet und den Ortsvereinen angeboten. Auch werden vom Landesverband Selbsthilfegruppen unterstützt und Gesprächsleiterinnen dafür ausgebildet. Nicht zuletzt nannte Tengler die Kleiderkammern und die Blutspende - das wichtigste Standbein, bei dem das DRK 75 Prozent der täglich benötigten Menge abdeckt. "Ungeheuer positive Erfahrungen" habe sie auch in der Praxis des DRK als nationale Hilfsgesellschaft gemacht, wenn zum Beispiel auf dem Wacken Open Air Festival Einsatzkräfte selbstlos und ohne Pause Hilfe leisten.
Winfried Rusch gab einen Einblick in seine ehrenamtliche Arbeit als Landeskonventionsbeauftragter für das DRK. Der Altenholzer beschäftigt sich dabei mit dem Ursprung der Rot-Kreuz-Bewegung im Sinne des Gründers Henri Dunant. Nach der Schlacht von Solferino 1859, deren Zeuge Dunant wurde, arbeitete er dafür, dass schon in Friedenszeiten bestimmte Hilfskontingente aufgestellt werden, um im Ernstfall in der Lage zu sein, zivilen und Kriegsopfern zu helfen. Ruschs Aufgabe ist unter anderem die Vermittlung von Wissen über die Genfer Konventionen. Der Jurist koordiniert die Zusammenarbeit zwischen dem DRK und anderen für den Bereich des humanitären Völkerrechts relevanten Institutionen. In Felm bot er vor allem seine Hilfe an, falls die Eintragung als gemeinnütziger Verein angestrebt werden sollte.
Der Felmer Treff, der von dem Verein "Felmer Bote" vor rund zweieinhalb Jahren ins Leben gerufen wurde, findet einmal im Quartal statt. Hier werden Menschen und Themen in und um Felm und Felmerholz in den Mittelpunkt gestellt und die Bürger haben Gelegenheit, sich auszutauschen.
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