ECKERNFÖRDER ZEITUNG
Junge Eckernförder Ärztin nach Haiti
Eckernförde. Die junge Ärztin Elke Krüger (24) vom Rotaract Club Eckernförde wird zwei Wochen lang Erdbebenopfer in Haiti versorgen. Sie unterstützt das ShelterBox-Logistikteam in Miami/USA. Am vergangenen Freitag ist die junge Eckernförderin in Miami gelandet. Für sie ist es der erste Einsatz in einem Katastrophengebiet. Elke Krüger hat im vergangenen Jahr als erste Deutsche überhaupt die Ausbildung zum Katastrophenhelfer bei ShelterBox erfolgreich absolviert. In Miami trifft sie auf ein US-ShelterBox Response Team (SRT), bestehend aus Mark Dyer, John Lacquey und Steve Tonkinson.
Für die Katastrophenhelferin, die in Haiti ehrenamtlich im Einsatz ist, war es keine Frage, ihren Alltag und ihren Job für mindestens zwei Wochen zurückzustellen: "Ich fühle tiefe Dankbarkeit, dass ich durch ShelterBox die Chance bekommen habe, den Menschen in Haiti zu helfen", erklärt Krüger, die in Bünde / Westfalen gerade mit ihrer Facharztausbildung begonnen hat. "In der aktuellen Lage, da sich die Verteilung von Hilfsgütern noch immer schwierig gestaltet, ist es das Wichtigste, kühlen Kopf zu bewahren. Alle SRT, die hier in Miami, der Dominikanischen Republik und in Haiti im Einsatz sind, sorgen dafür, die Überlebenskisten so schnell wie möglich zu denen zu bringen, die sie so dringend brauchen. Und genau daran werde ich in den kommenden Tagen arbeiten", sagt Elke Krüger.
Die internationale Hilfsorganisation ShelterBox hatte in der Vorwoche einen Logistikstandort in Miami eingerichtet, um von dort den Weitertransport der Überlebenskisten zu koordinieren. Denn eine direkte Einfuhr der geplanten 3300 Überlebenskisten im Wert von knapp zwei Millionen Euro nach Port-au-Prince ist auch eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben eine logistische Herausforderung. "Wir haben Miami als einen unserer Stützpunkte ausgewählt, weil uns Virgin Atlantic mit Transportflügen auf ihrer regulären Route von London nach Miami Unterstützung angeboten hat und wir aufgrund der geographischen Nähe von dort aus besser reagieren können als von Europa", sagt Clemens Witt von ShelterBox Germany.
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