ECKERNFÖRDER ZEITUNG
Funkamateure senden jetzt auch live über das Internet
Funkamateure aus Schleswig-Holstein auf dem Aschberg, im Hintergrund: das Aschbergrelais. Foto: Messerschmidt
Ascheffel. Rund sieben Millionen Funkamateure - von Alaska bis Sydney - stehen weltweit miteinander in Kontakt. Auch in Schleswig-Holstein hat der Amateurfunk seine Anhänger, etwa 30 von ihnen, das so genannte Rundspruch-Team traf sich am Sonnabend in den "Aschbergstuben". Auch einige Funker aus Dänemark waren dabei. Sprecher der Gruppe ist Holger Ceglars aus Barkelsby. Sein Rufzeichen bei den Funkern: DF1LG. "Mit dem individuellen Rufzeichen bleibt man nicht anonym", sagt Ceglars, der auch Vorsitzender der Eckernförder Ortsgruppe ist. Das unterscheide den Amateurfunk beispielsweise mit dem Chatten im Internet.
Die Möglichkeit der weltweiten Kommunikation und die damit verbundenen technischen Herausforderungen seien der Reiz an dem Hobby, sagt Ceglars. Etwa eine Stunde am Tag funkt er auf den verschiedenen Frequenzen und "trifft" auch andere Hobbyfunker. So erreichte er einen Arzt in Ohio. "Wir unterhielten uns lange und besserten unsere Fremdsprachenkenntnisse auf", berichtet Ceglars. Auch zu einem Lehrer auf Kodiac Island in Alaska bekam er über Funk Kontakt.
Einmal in der Woche, immer montags um 20.15 Uhr, ist der Rundspruch des Rundspruch-Teams zu hören. Gesendet wird auf Ultrakurzwelle (UKW). Doch damit die Neuigkeiten auch deutschlandweit und sogar in einigen europäischen Ländern zu hören ist, wird der Rundspruch in Holtsee auf Kurzwelle weitergesendet. "Diese Livesendung ist eine besondere Herausforderung", betont Ceglars, der oftmals die Texte dafür liest. Nachrichten aus den Ortsverbänden, Informationen über freie Frequenzen, und gesetzliche Bestimmungen - darum geht es in dem wöchentlichen Rundspruch.
Mittlerweile kann der Rundspruch auch über das Internet empfangen werden. Auf der Seite www.dl9ksm.de findet sich der Link sh-livestream.
Der Aschberg ist übrigens sehr wichtig für die Funkamateure. In den 70er Jahren wurde auf der Kuppel das Aschbergrelais installiert. Die durch Spenden finanzierte Antenne ermöglicht den Empfang der Funkwellen bis in den Norden Hamburg und bis ins dänische Ribe.
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