ECKERNFÖRDER ZEITUNG

 

Festival Provinzlärm tönt bis ins Baltikum

04. April 2009 | Von ape

Beatrix Wagner und Gerald Eckert. Foto: Archiv

Eckernförde. Vier Wochen nach dem "Provinzlärm"-Festival für Neue Musik können die Organisatoren Gerald Eckert, Beatrix Wagner und Sven Wlassack auf einen ansehnlichen Pressespiegel schauen. Nicht nur die lokalen Zeitungen haben über das Ereignis berichtet, auch verschiedene Internet-Portale haben das Programm aufgenommen, Kunst- und Musikmagazine über die Konzerte informiert, während sich der Deutschlandfunk dem Festival in einer eigenen Sendung widmete. Nicht zuletzt wegen des diesjährigen Länderschwerpunktes Lettland hat die größte deutschsprachige Monatszeitschrift in den baltischen Staaten, die "Baltische Rundschau", über das Festival berichtet.

Das zusammen mit der Tatsache, dass Gerald Eckert aus aller Welt Anfragen von Ensembles erhält, die an dem Festival teilnehmen, lässt den Musiker und Komponisten zu dem Schluss kommen, dass der Provinzlärm mittlerweile international wahrgenommen wird.

Es sei eine "besondere Atmosphäre", die die Musiker gern nach Eckernförde kommen lässt, sagt Organisatorin Beatrix Wagner. Viele der insgesamt 33 Musiker wie die Mitglieder des Ensemble "Schola cantorum" wollten weiterhin mit den Eckernfördern zusammenarbeiten.

Mit 500 Besuchern bei fünf Konzerten sei die Resonanz größer gewesen als bei der ersten Auflage vor zwei Jahren, sagt Eckert. Auffällig sei die Aufgeschlossenheit des Publikums gewesen, das zum größten Teil aus Schleswig-Holstein und Hamburg angereist gekommen war. "100 Leute pro Konzert bei einer Stadt in der Größe Eckernfördes ist beachtlich", erklärt Eckert. Er habe in Dresden schon vor 15 Leuten gespielt. Allein das zeige, dass der Titel des Festivals "Provinzlärm" nichts mit "provinziell" zu tun habe. In zwei Jahren soll das nächste "Provinzlärm"-Festival stattfinden. Der Länderschwerpunkt soll dann auf Finnland liegen.

Wer das "Provinzlärm"-Festival verpasst hat, kann sich am Montag, 25. April, einen Eindruck über die zeitgenössische Musik machen. Dann spielen das "Ensemble Aventure" aus Freiburg und das "ensemble voces" aus Berlin unter dem Titel "on the edge" ab 20 Uhr in der St.-Nicolai-Kirche Werke von Iannis Xenakis, Giacinto Scelsi, Gerald Eckert und Guillaume de Machaut. Neue Musik trete hier in Kombination mit einer Messe aus dem 14. Jahrhundert auf.


 

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