ECKERNFÖRDER ZEITUNG
Reggae-Party am Strand
Freuen sich auf "Reggae am Strand" unter der Flagge von Jamaika am Sonnabend, 17. Juli, mit der zehnköpfigen Gruppe "Das goldene Handwerk": Helga Kruse (v.l.), Manfred Witt und Harald Pohl. Foto: Steinmetz
Die Karibik ist weit weg, und für viele nicht erreichbar. Aber die Musik aus der Karibik - der Reggae und sein unverwechselbarer Rhythmus, der geht um die Welt. Dabei kommt er auch nach Schönhagen. Dort wird am Sonnabend, 17. Juli, "Reggae am Strand" gefeiert. Ab 21.30 Uhr wird die zehn köpfige Gruppe "Das goldene Handwerk" aus Kiel deutschen Reggae aber auch Reggae-Klassiker spielen. Der Eintritt ist frei.
Harald Pohl (35) aus Brodersby ist begeisterter Reggae-Fan und fand in Manfred Witt, dem Leiter der GLC-Touristinfo Schönhagen, einen begeisterten Partner. Beide werden die Reggaenacht organisieren und freuen sich über die fachliche Beratung der "Reggae-Oma" Helga Kruse aus Schleswig (70). Sie war mehrmals in der Karibik, zuletzt im März auf Trinidad und Tobago, und vom Reggae begeistert, wie am ersten Tag vor über 30 Jahren. "Die Musiker dort sind wahre Künstler und Musikgenies", sagte sie. Der Reggae sei fantastisch, die Städte und Strände aber schmutzig. Sie freut sich deshalb auf die Veranstaltung am Schönhagener Strand, der super sei.
Bei der Veranstaltung wird auf die guten Erfahrungen aus dem Vorjahr aufgebaut. Damals waren etwa 650 Besucher gekommen, die, so Witt, sehr zufrieden waren. Und da sei das Wetter noch nicht mal richtig gut gewesen. Das soll jetzt anders werden. "Die Musik spricht jedes Alter an. Wir wollen das Thema langsam aufbauen", sagte der Touristiker. Und Pohl hat eine Vision. "Wir wollen den Reggae im Norden etablieren und bekannt machen", sagte er.
Mit der Kieler Gruppe kommen Musiker nach Schönhagen, die unter anderem schon bei der Kieler Woche und dem Rendsburger Herbst spielten und bundesweit auf Tour sind. "Die sind echt gut", sagte Pohl, der mit seinem Kumpel Martin Zorawski das "Schwansen Soundsystem" sind und für den richtigen Sound am Strand sorgen werden.
Bevor die Profis 90 Minuten spielen, werden Pohl und Zorawski die Strandbesucher ab 16.30 Uhr auf eine Musikreise durch den Reggae mitnehmen. Sie werden über den Musikstil berichten, seine Protagonisten vorstellen und natürlich viel Musik spielen. Beginnen werden sie beim Rocksteady aus den 50-er und 60-Jahren. Es folgt der Roots Reggae, der den klassischen Reggae der 70-Jahre mit beispielsweise Bob Marley und Peter Tosh darstellt. Über den Modern Reggae weiter zu Ragga bis hin zum heutigen Dancehall entwickelte sich die Musik. "Der Reggae ist in Bewegung. Dabei werden alte Titel immer wieder aufgegriffen und neu entwickelt, das ist in der Szene so üblich", berichtete Pohl. Und auch in Deutschland entwickle sich eine gute Szene, die deutschen Reggae spiele. Als Beispiele nannte Pohl "Seeed", "Gentleman" und "Notty flo".
Passend zum Karibik-Flair wird es Cocktails mit und ohne Alkohol, Bier und Softgetränke geben. Außerdem Crêpes.
Ideen für eine Fortsetzung haben die Veranstalter auch schon. So könnten Nachwuchsbands eine Chance bekommen oder, je nach dem wie sich weitere Sponsoren finden, könnten auch bekanntere Gruppen eingeladen werden. "Wenn man den Musikern in der Karibik den Flug und das Hotel zahlt, kommen die auch hier her", regte Kruse an.
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