ECKERNFÖRDER ZEITUNG

 

"Mit Musik kann man so viel erreichen"

29. August 2009 | Von Michaela Lauterbach

Tritt am 1. September ihr Amt als Kirchenmusikerin in der Kirchengemeinde Gettorf an: Christiane Etzold. Foto: Lauterbach

Musik ist nicht nur ihr Leben - sie bestreiten auch ihren Unterhalt damit: In einer Serie stellt die Eckernförder Zeitung Berufsmusiker aus dem Dänischen Wohld vor. Heute: Christiane Etzold aus Gettorf, neue Kirchenmusikerin an St. Jürgen.

Gettorf / Osdorf. Christiane Etzold liebt die Musik. Neben Klavier und Orgel spielt sie Querflöte und Gitarre. Die 44-jährige Osdorferin ist darüber hinaus ausgebildete C-Kirchenmusikerin. Seit 14 Jahre ist sie in Kiel Pries/Friedrichsort als Kirchenmusikerin und Organistin tätig und leitet dort den Chor, den Kinderchor und den Jugendchor. Am 1. September wird sie als Nachfolgerin von Simon Harden das Amt als Kirchenmusikerin der Kirchengemeinde Gettorf antreten.

Den Gettorfern ist Christiane Etzold sicherlich keine Unbekannte. Unter ihrer Leitung hat sich der Gettorfer Gospelchor "Get Spirit" in sieben Jahren zu einem die Gottesdienste bereichernden Gast entwickelt und gibt einmal im Jahr ein eigenes Konzert. Wenn sich keine passenden Lieder finden lassen, komponiert Christiane Etzold auch gerne mal etwas selbst. "Weil ich den Gospelchor leite, bin ich wohl auch auf die Stelle hin angesprochen worden", vermutet die Kirchenmusikerin.

Aufgewachsen in Schinkel, hat sie schon in jungen Jahren im Gettorfer Kirchenchor, damals noch unter der Leitung von Claus Hein, mitgesungen. Den Bezug zur Kirchengemeinde Gettorf hat sie nie verloren. Auch darauf, die alte Marcussen-Orgel in St. Jürgen zu spielen, freut sie sich. "Die Orgel hier ist wirklich sehr schön", schwärmt sie. Die Arbeit in Gettorf wird für sie aber nicht viel anders sein, als die in Kiel Pries/Friedrichsort. Als Kirchenmusikerin liegen ihr vor allem die Gottesdienste und die Musik in den Gottesdiensten sehr am Herzen. "Mit Musik kann man so viel erreichen", ist sie überzeugt. Die Chöre wird sie so oft es geht in die Gottesdienste einbinden. Deswegen möchte sie dafür sorgen, dass die Chöre in Gettorf auch in Zukunft gut besetzt und die Chorproben gerne und regelmäßig besucht werden.

Vor allem mit den Jugendlichen hat sie vor, viel Modernes wie Pop und Gospel zu singen. Für die Kantorei wünscht sie sich noch ein paar zusätzliche Männerstimmen. "Damit wir auch vier- oder fünfstimmige Stücke singen können", sagt sie.

Sie persönlich mag am liebsten alte Musik. Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach und Henry Purcell. Dass die Nachfolge von Simon Harden nicht einfach sein wird, weiß sie. Aber sie ist zuversichtlich. Sie nickt: "Auf die neuen Aufgaben in Gettorf freue ich mich."


 

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