ECKERNFÖRDER ZEITUNG
Buntes Vergnügen der Gelben Westen
"Putzfrau" Kirsten Holst und ihr Ehemann "Kameltreiber" Manfred Holst gönnen sich ein Tänzchen. Foto: Böhm
Eckernförde. Mit einem Bollerwagen im Schlepptau und blinkender Baustellenlampe zogen sie in den Tanzsaal, spannten ihr neongrünes Flatterband um eine Sitzecke und besetzten die Tische und Stühle. Doch zum Eröffnungstanz drehten sich "Polier" Kay Wiese und seine "Chefin" Ehefrau Meike Wiese genauso auf der Tanzfläche wie die anderen 26 Paare des Wintervergnügens der Eckernförder Gelbe-Westen-Gilde im Stadthallen-Restaurant.
Nach Jahren der Enthaltsamkeit genossen die Gildemitglieder das Kostümfest in vollen Zügen. "Vor einem Jahrzehnt hatten wir das Fest vom Terminkalender genommnen, weil zu wenig Interesse war", erläuterte "Strafgefangener Nr. 020267", im richtigen Leben Gunter Niemann und Vorsitzender der Gelbe-Westen-Gilde.
Die Ausrichtung des Festes übernahmen die "Hexe" Birgit Czarnowski, und "Putzfrau" Kirsten Holst, mit tatkräftiger Unterstützung ihrer Ehemänner "Yeti" Jörg Czarnowski und "Kameltreiber" Manfred Holst sowie Antje von Neuenkirchen. Die Ehemänner fertigten die Plakate, und die Wände schmückten lustige Zeichnungen der beiden talentierten Freizeit-Cartoonisten Czarnowski und Holst. In den kurzen Tanzpausen, die Entertainer Nico Valente den Gästen ließ, bestaunten diese gegenseitig ihre schönen Kostüme. Die beiden berühmten "Jacobs-Sisters" entpuppten sich auf Nachfrage als Carmen und Birte Wandrowsky. Der "Schönheitschirurg" und seine "Oberschwester" stellten sich als Klaus-Peter Holst und Birgit Held vor. Birgit Czarnowski und Kirsten Holst hatten nicht nur ihre Männer engagiert, sondern saßen am Abend auch selbst an der Kasse. Für die Tombola ließen sie sich originelle Preise einfallen: ein Glückskasten mit einem Lottoschein, eine Kanalüberquerung mit der Schwebefähre, ein Handtuch zum Anbaden mit Gutschein für einen Handtuchhalter - und viele Spenden von Eckernförder Geschäftsleuten.
Mancher Gast war weniger verkleidet, als im ersten Moment zu erkennen war. Die passenden Utensilien für die Baustellen-Absperrung zu besorgen war beispielsweise kein Problem für "Polier" Kay Wiese, denn beruflich betätigt er sich als Geschäftsführer einer Eckernförder Tiefbaufirma.
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