ECKERNFÖRDER ZEITUNG

 

Beispielhaft für ganz Deutschland

04. Februar 2012 | 06:30 Uhr | Von Susanne Meise

Gaben das offizielle Startsignal für den Anschluss ans Glasfasernetz in den ersten Gemeinden des Breitbandzweckverbands: (v.l.) Oliver Pfeiffer und Eugen Kölling, Geschäftsführer der "mr. net group", Wirtschaftsminister Jost de Jager und der Verbandsvorsitzende Jens Krabbenhöft. Foto: Meise

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Breitbandzweckverband feiert mit Lichtfest den Anschluss der ersten Haushalte an Fiete.Net

Revensdorf. Gut zweieinhalb Jahre nach Beginn der Planung sind die ersten Haushalte in Brekendorf, Bornstein, Damendorf, Osterby und Revensdorf an Fiete.Net angeschlossen und können sich mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde im Internet bewegen - schneller als es in den meisten Großstädten verfügbar ist. Das ist der Verdienst des Breitbandzweckverbands (BZV) der Ämter Dänischenhagen, Dänischer Wohld und Hüttener Berge sowie des Flensburger Unternehmens "mr. net group", die den Einstieg in eine bessere Internetversorgung auf dem Land mit einem "Breitband-Lichtfest" feierten.

Das Leben im ländlichen Raum werde durch die neue Technik beflügelt, stellte Verbandsvorsteher Jens Krabbenhöft fest. Die Unterversorgung sei ganz klar ein Standortnachteil, den es abzubauen gelte. Mit diesem Ziel hatten sich die 28 Gemeinden der drei Ämter 2010 im Zweckverband zusammengeschlossen. Ohne die 75-prozentige Förderung der Kosten, die mit 7,9 Millionen Euro zu einem erheblichen Teil aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft komme, hätte es nie erreicht werden können, machte Krabbenhöft deutlich und dankte sowohl dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume, als auch dem Wirtschaftsministerium, das durch Minister Jost de Jager (CDU) vertreten war. Der gab den Dank zurück an den Zweckverband, der dieses "beispielhafte Projekt erst ermöglicht" und "großartige Überzeugungsarbeit in den Gemeinden" geleistet habe. Der BZV zeige, wie die Breitbandversorgung im Land realisiert werden kann. Daneben gebe es noch eine Reihe von Möglichkeiten, die in einem Masterplan zusammengetragen wurden und jeder Region helfen sollen, das für sie passende Konzept zu finden. Und weil es noch großen Handlungsbedarf in dem Bereich gebe, habe das Land die Gelder zur Breitbandförderung noch einmal um 4,5 Millionen Euro aufgestockt. "Damit können wir noch die ein oder andere Machbarkeitsstudie auf den Weg bringen", sagte der Minister und betonte, dass es nicht nur um die Attraktivität des ländlichen Raums als Lebensraum, sondern auch um die landwirtschaftlichen Betriebe gehe, die oft große Datenmengen bewegen müssten.

Sie seien stolz darauf, Teil dieses "Leuchtturmprojektes für Deutschland" zu sein, erklärte Eugen Kölling, Geschäftsführer der "mr. net group". Fiete sei nicht nur der Name für das von ihnen verlegte Netz und seiner Werbefigur. Der Name sei auch Programm, denn er stehe für "Fiebre in Earth to Everybody". Diesem Ziel sei man mit den ersten 35 Kilometern Netz näher gekommen - bis 2013 sollen 98 Prozent der Haushalte und Gewerbetreibenden im Bereich des BZV das schnelle Internet nutzen können. Dabei sei man auch bereit, sich für weitere Nachbargemeinden zu öffnen, sofern sie sich einbringen wollen.

Doch damit nicht genug. Etwa in einem Jahr wird das Flensburger Unternehmen seinen Kunden noch etwas anderes anbieten können: Fernsehen über das Internet in HD-Qualität. Was sich damit für Möglichkeiten eröffnen, demonstrierte Fiete höchstpersönlich, der der Gesellschaft von Flensburg aus über Skype zugeschaltet war. "Das ist ein gewaltiger Schritt nach vorn", erklärte Oliver Pfeiffer, ebenfalls Geschäftsführer der "mr. net group".


 

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