ECKERNFÖRDER ZEITUNG
Schnell surfen - Waabs will ans Netz
Waabs. Den Bürgern schnelles Internet bereitzustellen, diesen Wunsch verfolgt die Gemeinde Waabs schon seit einigen Jahren. Bislang ohne Erfolg. Das soll sich jetzt ändern. Einstimmig beschlossen die Gemeindevertreter auf der letzten Sitzung der Gemeindevertretung in diesem Jahr, in ein formelles Ausschreibungsverfahren für eine Breitbandversorgung für die Ortsteile Groß- und Kleinwaabs sowie Langholz einzusteigen. Ganz vorsichtige Kostenschätzungen belaufen sich auf rund 260 000 Euro.
Auslöser für den nachträglich auf die Tagesordnung genommen Tagespunkt war der Umstand, dass die Gemeinde bei einem zügigem Einstieg in den Ausbau der Internetversorgung vielleicht noch mit Restfördermitteln des Landes, von bis zu 50 Prozent der Nettokosten war die Rede, rechnen könne, erklärte Bürgermeister Udo Steinacker (CDU).
Es sei eine große Aufgabe und mit hohen Kosten verbunden, darüber waren sich alle Gemeindevertreter einig. Allerdings waren sich auch alle einig, das kein Weg am Internet, am besten noch schnellen Internet, vorbei gehe. Heinz Haller (WGW) sprach von einer Investition wie in einen Straßenbau mit hoher Priorität, und auch der Bürgermeister bezeichnete das Vorhaben als Infrastrukturverbesserung, mit der die Gemeinde im Wettbewerb mit anderen stehe. Zustimmung auch von der SPD. Für sie stellte Walther Schleschka fest, dass man bereits viel Zeit verloren habe und jetzt schnell das Thema anpacken müsse.
Mit welcher Technik später das schnelle Internet in die Gemeinde komme, stehe noch nicht fest, erklärte Godber Peters vom Amt Schlei-Ostsee. Die Vergabe sei recht kompliziert und erfolge ganz genau nach einem vorgegebenen Verfahren. In dessen Verlauf würden Anbieter ihre technischen Ideen zur Internetversorgung vorstellen. Derzeit sei es möglich Glasfaserkabel an Kabelverzweiger, an denen schnelles Internet anliegt, bis nach Waabs zu verlegen. Zugänge gäbe es in Damp, aber auch in Loose, erklärte Peters. Denkbar wäre aber auch schnelles Internet per Richtfunk aus Eckernförde nach Waabs zu schicken, und dort weiter zu verteilen.
Eine flächendeckende Anbindung eines jeden Hauses sei allerdings in einer Flächengemeinde mit 3400 Hektar nicht machbar, dämpfte Steinacker zu große Vorfreude. Klar sei aber, dass an den Endpunkten der Leitungen schnelles Internet auch ausstrahle und zunächst ein Anfang gemacht sei. "Ich bin froh, dass alle für das schnelle Internet gestimmt haben, das ist der richtige Schritt", sagte Steinacker.
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