ECKERNFÖRDER ZEITUNG

 

Info-Hütte - Anträge laufen

04. Februar 2012 | 06:19 Uhr | Von Dirk Steinmetz

Gemeinden und Nabu hoffen auf weitere Zuschüsse für den Bau einer Info-Hütte am Schwansener See

Damp / Dörphof. Nach vielen Jahren der Vorbereitung soll es dieses Jahr etwas werden mit dem Neubau einer Info-Hütte im Naturschutzgebiet (NSG) "Schwansener See". Bis zum Winter hofft Horst Böttcher, Bürgermeister aus Damp und von Gemeinden Dörphof und Brodersby sowie Nabu-Verbänden benannter Koordinator, das Vorhaben realisieren zu können. Er habe noch im letzten Jahr Förderanträge an die Sparkassenstiftung sowie die Umweltlotterie "Bingolotto" gestellt, berichtete er auf Nachfrage der EZ. Darüber hinaus stehe er in Kontakt zur Landesregierung, um weitere Fördermittel einzuwerben. Finanzielle Zusagen hätten die Gemeinden Brodersby, Dörphof und Damp über je 5000 Euro gemacht. Der Kreis habe gut 9000 Euro in Aussicht gestellt. Für das Gesamtvorhaben rechne er mit rund 85 000 Euro. Sollten am Ende der Abrechnung noch Mittel fehlen, so habe der Nabu-Landesverband eine Unterstützung angedeutet, sagte Böttcher. Er hoffe, dass alle Unterlagen Ende März vorliegen, um dann Ausschreibungen, Bauanfragen und -anträge zu stellen. Wenn dann im Frühherbst die Arbeiten beginnen könnten, sei er froh.

Dieser Zeitplan entspricht auch den Vorstellungen des Nabu-Ortsverbands Nordschwansen-Kappeln. So wies Ehrenvorsitzender Karl Plaumann auf die sensible Brutzeit hin, die ein Bauen zwischen Mitte April bis Anfang August ausschließe.

In dem rund 25 Quadratmeter großen Gebäude sollen ausgesuchte Exponate des Vogelmuseums in Dörphof die Tiere und Brutgelege darstellen, die auch am Schwansener See zu finden sind, erklärte der Vorsitzende Karl-Christoph Jensen. Dazu sollen Informationen und Auskünfte zum Standort und zur Schutzwürdigkeit erklärt werden. "Neueste Museumsmethoden sollen Einzug halten", sagte er.

Ob und wie das Gebäude, das nach Ansicht von Böttcher auf jeden Fall über eine Beobachtungsplattform verfügen müsse, Stromanschluss bekommt, sei noch offen. Denkbar wäre die Installation einer Photovoltaikanlage.

Aus Sicht des Nabu Nordschwansen sollte die Einweihung des Gebäudes durch die Übergabe der Aufgabe des Schutzgebietsreferenten für das NSG begleitet werden. Plaumann übt diese Aufgabe, die langläufig als Vogelwart bezeichnet wird, seit fast 65 Jahren aus. Als designierte Nachfolgerin werde Angela Gries, Diplombiologin und Kassenwartin des Ortsverbands gehandelt, berichteten Jensen und Plaumann.


 

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