ECKERNFÖRDER ZEITUNG
Französisch-Olympiade: In fünf Disziplinen zum Sieg
Målin Müller, Sina Späth, Katharina Hüttermann und Solveig Ketelsen aus dem zwölften Jahrgang spielen eine Einkaufs-Szene vor. Die Siebtklässler müssen dazu Fragen beantworten. Fotos: Ritterbusch
Eckernförde. Spielerisch und doch mit Ehrgeiz Französisch lernen - das ist das Konzept der Französisch-Olympiade. Claudia Litwin, Französisch- und Englischlehrerin an der Jungmannschule, hat gestern zum zweiten Mal die Schüler der siebten Klasse zum Wettkampf geladen. Seit anderthalb Jahren lernen die Jugendlichen die Sprache, nun sollten sie zeigen, was sie gelernt haben. In den Disziplinen Vokabeln, Leseverständnis, Schreiben, Grammatik und Hörverständnis traten die Schüler gegeneinander an. Die drei Besten werden in ein paar Tagen prämiert.
Unterstützt wurden sie bei den zum Teil kniffligen Aufgaben von Schülern des elften Jahrgangs, die nach fünf Jahren Französischunterricht schon Erfahrung im Schreiben und Sprechen der fremden Sprache haben.
Trotzdem: Manchmal mussten auch die Elftklässler ein Wörterbuch zur Hand nehmen. "Aber meistens kann man den Schülern dann helfen", sagte Mathis Sander. Französisch ist eines der Lieblingsfächer des 17-Jährigen, "weil es sich von anderen Fächern unterscheidet: Man lernt frei zu sprechen und arbeitet viel in der Gruppe", erklärte er. Bei der Französisch-Olympiade hatte auch er Spaß. Es sei interessant, den Unterricht einmal aus der Sicht eines Lehrers zu sehen, sagte er.
Claudia Litwin hofft, dass durch die jahrgangsübergreifende Aktion die Bindung zwischen den Schülern verbessert wird. Auch, wenn die Olympiade für einige der drei Teilnehmerklassen einen ernsten Hintergrund hatte: Neben der Wertung für die Platzierungen tritt die Aktion in einigen Klassen als Substitutionsleistung an die Stelle einer Klassenarbeit. Also war neben allem Spaß, den die Jugendlichen bei der Gruppenarbeit hatten, auch Konzentration gefragt, um am Ende eine möglichst gute Note einstreichen zu können.
Felix Stobbe nahm’s gelassen. Ihm gefiel die Olympiade "ganz gut", das sei mal etwas anderes als eine Klassenarbeit, meinte der Zwölfjährige. Ihm gefiel es, seine Französischkenntnisse unter Beweis zu stellen.
Und dass die Siebtklässler schon eine ganze Menge können, zeigten sie gestern. Sie beantworteten Fragen zu einer Theaterszene, lasen einen Text, füllten Fragebögen zu den Themen Zahlen, Tiere, Uhrzeiten sowie zu den grammatikalischen Formen der Verneinung, Vergangenheit und des Futur und des Präsens aus, und am Ende schauten sie einen Film.
Besonders mochte Felix die Station, an der die Schüler einen Eiffelturm bastelten und ihn mit Bildern und Informationen zu sich selbst bestückten. "So erfährt man einiges über die anderen", stellte er fest.
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