ECKERNFÖRDER ZEITUNG
Bürger sagen ihre Meinung zu Hafenspitze und Nooröffnung
Eckernförde. Die Stadt lädt alle Bürger zu einer Einwohnerversammlung am Mittwoch, 27. Oktober, um 18.30 Uhr, in der Eckernförder Stadthalle ein. Thema der Versammlung wird unter anderem die "Städtebauliche Entwicklung in Eckernförde" sein. Konkret wird es dabei um die Bebauung der Hafenspitze und die Nooröffnung gehen.
Die Bebauung der Hafenspitze ist schon seit vielen Jahren regelmäßiges Thema in den städtischen Gremien, geht es doch um das "Filetstück" der Stadt, auf dem sich zurzeit Parkplatz, Lagerhalle und Baustoffhalde tummeln. Zweieinhalb Jahre lang hatte sich schon einmal die Firma Arctec um die Bebauungsplanung gekümmert, bis ihr der Auftrag 2007 entzogen wurde. Das Unternehmen habe sich in einigen Punkten nicht an die Vorgaben der Stadt gehalten, so die Begründung der Stadtvertreter damals. Arctec klagte daraufhin vor dem Landgericht Kiel auf 630 000 Euro Schadensersatz. Die Klage wurde abgewiesen, Arctec legte daraufhin im vergangenen Sommer Berufung ein.
Derweil wurde das Ausschreibungsverfahren wiederholt. Jetzt ist der Eckernförder Architekt Stefan Rimpf am Ball: 14 450 Quadratmeter Wohnraum, sechs Baukörper, dazu ein Boardinghouse mit 30 Einheiten, Veranstaltungsbühne, Tiefgaragen, Geschäfte, Restaurants und ein überbautes Parkdeck im Jungfernstieg mit Loftwohnungen sollen entstehen. Investitionsvolumen: rund 30 Millionen Euro. Umsetzen möchte das Projekt die Penta-Gruppe aus Berlin. Die Ratsversammlung ist sich nicht einig: CDU, FDP und Grüne sind für die vorgestellten Planungen, die SPD und die Linke dagegen, der SSW ist sich uneinig.
Zweites Stadtbild-prägendes Projekt ist die geplante Nooröffnung: Die Verbindung von Ostsee und Windebyer Noor soll betont werden. Favorisiert wird ein Planungsentwurf des Lübecker Büros Petersen, Pörksen, Partner. Er sieht eine naturnah gestaltete neue Wasserfläche zwischen Steindamm und Bahngleis vor. Unter anderem sollen an den Ufern zwei- bis dreigeschossige Stadthäuser und eine Reihe von Bootsferienhäusern aus Holz mit eigenem Steg entstehen, am platzartig verbreiterten und in Schrittgeschwindigkeit befahrbaren Steindamm sollen Noorterrassen angelegt werden. Der Entwurf soll stückweise umgesetzt und größtenteils von privaten Bauherren und Bauträgern finanziert werden. Voraussetzung ist, dass die Eigentümer der in Privatbesitz befindlichen Grundstücke zustimmen. Der Entwurf stößt auf eine breite Zustimmung in der Politik, wird aber von Fragen zur Finanzierbarkeit begleitet.
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