ECKERNFÖRDER ZEITUNG

 

Auch Ascheffel drohen schwere Jahre

09. September 2010 | Von ame

Günther Petersen

Ascheffel. Es wird ein Krisenjahr, vermutet Günther Petersen. Wenn Ascheffels Bürgermeister nach vorne schaut und sich die Finanzen seiner Gemeinde in den kommenden Jahren vor Augen hält, dann sorgt er sich um die Zukunft des Dorfes. Während das Aschberg-Projekt auf der Einwohnerversammlung zumindest Aufbruchstimmung versprach, war der zweite Teil der Versammlung eher ernüchternd. "Die Einnahmen sinken, die Ausgaben steigen", fasst Petersen kurz zusammen, wie es um die Finanzen Ascheffels steht. In Zahlen: Die Einnahmen verringern sich in Ascheffel von bislang rund 711 000 Euro auf voraussichtlich 645 000 Euro. An Kreisumlage muss die Gemeinde im nächsten Jahr 240 000 statt 209 000 Euro aufbringen, die Schulumlage steigt von 158 000 auf 170 000 Euro. "Uns stehen schwere Haushaltsberatungen bevor", kündigte Petersen an. Allerdings habe man in diesem Jahr auch viel investiert und keine Schulden machen müssen. "Wir konnten alles aus der Rücklage bezahlen", so der Bürgermeister. Das wird aber nicht mehr lange möglich sein, wie weitere Zahlen belegen. Betrug das Polster Ende 2009 noch knapp 229 000 Euro, so werden in diesem Jahr 158000 Euro erwartet. Ab 2012 müsse man sogar einen Kredit aufnehmen, um den Haushalt ausgleichen zu können.

Zwei neue Gemeindetrecker für zusammen rund 90 000 Euro stehen seit diesem Jahr in der Kommunalhalle, die für 14 000 Euro erweitert wurde. Weitere Investitionen waren der Bau des Regenrückhaltebecken für 100 000 Euro, die Sanierung des Rentnerwohnhauses für weitere 20 000 Euro. Noch in diesem Jahr beginnt die Filmung und Spülung der Kanalisation, Kosten: 129 000 Euro. "Dann werden wir sehen, was saniert werden muss", rechnet Petersen mit weiteren Ausgaben. Insgesamt werden 6500 Meter Schmutzwasserleitungen, 4500 Meter Regenwasserleitungen, 350 Straßenschächte sowie 360 Hausschächte untersucht.

Geld müsse vermutlich auch in die Kläranlage gesteckt werden. Dort sorgen seit kurzem erhöhte Phosphor- und Stickstoffwerte für schlechte Ergebnisse. Derzeit werde Eisensulfat in den zweiten Teich gegeben, vermutlich werde man aber nicht um eine Entschlammung herumkommen.

Möglichkeiten dem entgegenzusteuern sind gering. Neben Steuererhöhungen könne nur durch Streichung der freiwilligen Leistungen für Vereine gespart werden, nannte Petersen die Vorschläge der Verwaltung.

Erfreulich sei aber die Vielfalt, die im Rahmen der 500-Jahr-Feier geboten werde. Die nächsten Termine seien das Sommerfest bei der Dänischen Schule am Sonnabend, das Jubiläumsfest am 18. September und der Mittelalterliche Markt am 25. September in der Bergstraße. .


 

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