ECKERNFÖRDER ZEITUNG
Am Tag, als der Regen kam
Es ist so still zur Mittagszeit
in Haus und Hof und auf dem Feld.
Gewitterschwüle macht sich breit
und jeder wünscht, dass Regen fällt.
Ein warmer Wind streift die Allee
und wiegt sich in den Zweigen.
Am Kornfeld steht ein scheues Reh,
im Wald herrscht tiefes Schweigen.
Zwei schöne Federn fand ich dort,
blau-weiß gestreift, vom Häher.
Menschenleer ist jetzt der Ort...
Die Regenfront rückt näher.
Ich suche Schutz in einem Stall...
Schon prasselt Regen nieder.
Es zuckt der Blitz, dann Donnerhall
Allmählig kommt die Sonne wieder.
Im Lindenbaum die Taube gurrt,
als wäre nichts gescheh’n.
Und auch der Kater leise schnurrt,
als wir im Haus uns wiederseh’n.
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