DER INSELBOTE

 

Nieblum

Streicher, Pauke und Schreibmaschine

17. Dezember 2012 | 06:55 Uhr | Von ger


Konzentriert: die jungen Violinisten  der Eilun-Feer-Skuul. Foto: ger

Konzentriert: die jungen Violinisten der Eilun-Feer-Skuul. Foto: ger

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Gelungenes Winterkonzert der Eilun-Feer-Skuul im Nieblumer Friesendom - getippte Hommage an die Schulsekretärin

Nieblum. "Ich bin von dieser Präzision beeindruckt", so ein begeisterter Zuhörer beim Winterkonzert der Eilun-Feer-Skuul. Orchesterleiter Dirk Kelm hatte mit der Wahl der Nieblumer St. Johannis-Kirche den idealen Austragungsort gewählt. "Die Arrangements für diese Besetzung des Orchesters kann man nicht kaufen", lobte die Kirchenorganistin Birgit Wildeman in der Begrüßung Kelm und seine Frau, Angelika Zastrow-Kelm, die große Anerkennung verdient hätten, in dem sie sich beide um die maßgeschneiderten, komplizierten Bearbeitungen der Stücke gekümmert hätten.

Geprägt war das diesjährige Winterkonzert - von wenigen Ausnahmen abgesehen - von Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts wie Engelbert Humperdinck, Modest Mussorgski oder Dmitri Schostakowitsch.

Viele Solisten an unterschiedlichen Instrumenten im Wechsel mit dem gesamten Orchester boten ein abwechselungsreiches Programm und bewiesen, dass man jahrelanges Üben und kontinuierliche Orchesterarbeit spüren und hören kann.

"Irgendwie denke ich jetzt an einen Piratenfilm", flüsterte ein Zuhörer leise; der Blick auf das Programm ließ ihn erkennen, dass er mit seiner Vermutung goldrichtig lag: Die Musiker begeisterten mit "Zauber der Karibik" von Klaus Badelt, unter anderem bekannt geworden als Filmmusikkomponist des Piratenfilmes "Fluch der Karibik".

Nach dem "winterlichen" Abschluss "Sleigh ride" von Leroy Anderson (1908 - 1975) "überreichte" Jan Hille, zuvor an Pauke und Perkussion eingesetzt, einen musikalischen Gruß an Schulsekretärin Paula Petersen. Es sei stets so viel zu schreiben und zu tippen, so Orchesterleiter Kelm, und Paula Petersen sei immer für die jungen Musiker da gewesen, so dass es Zeit werde, die große Wertschätzung ihr gegenüber einmal auf besondere Weise auszudrücken. Und so tauschte Jan Hille seine Pauke mit Petersens "Instrument" und setzte sich an eine Schreibmaschine. Unterstützt vom gesamten Orchester "tippte" er den bekannten "Typewriter Song", ebenfalls von Leroy Anderson; was ihm und den anderen Musikern mit Standing Ovations gedankt wurde.

Dem rundum gelungenen Abend setzte der Förderverein der Eilun-Feer- Skuul mit abschließend gereichtem (natürlich alkoholfreiem) Apfelpunsch und Spekulatius noch die Krone der Gemütlichkeit auf.


 
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