DER INSELBOTE
Orgelkonzert Nieblum
Musikalisch das neue Jahr begrüßt
Nieblum. Die Konzertorganistin Birgit Wildeman lud nach Neujahr zum Orgelkonzert bei Kerzenschein nach Nieblum ein. Wie gewohnt hatte sich die Kantorin von St. Johannis ein anspruchsvolles Programm vorgenommen. Beginnend mit Werken von Schlick und Buchner aus dem 16. Jahrhundert spannte sie einen musikalischen Bogen über die "Fantasie G-Moll" von Bach und das "Concerto A Moll" von Vivaldi bis hin zur zeitgenössischen Orgelmusik von Olivier Messiaen und Arvo Pärt. Nach einführenden Bemerkungen zum Programm konnte das Publikum im vollbesetzten Friesendom eine Stunde lang Orgelmusik auf höchstem Niveau genießen.
Kompositionen für die Orgel gibt es seit mehr als 500 Jahren, von Renaissance, Barock, Romantik bis hin zur modernen Avantgarde. "Diese Musik ist damit Zeitzeuge und vermittelt dem Zuhörer Stimmungen und Gefühle der verschiedenen Epochen", so Wildeman, "deshalb ist es für mich so wichtig, einen breiten Querschnitt zu präsentieren, und nicht nur die oft gespielten Orgelklassiker". Insbesondere Messiaen halte sie für einen der wichtigsten Komponisten von Orgelmusik. Allerdings müsse man bereit sein, sich auf seine nicht ganz einfache Musik einzulassen, sagte sie nach dem Konzert.
Am Vortag hatte sie mit ihrem Singkreis St. Johannis das traditionelle "Konzert zum Neuen Jahr" gegeben. Unterstützt von den Föhrer Instrumentalistinnen Tomke Castan (Oboe), Susanne Weißbach (Flöte) und Anne-Merle Weißbach (Violoncello) waren Werke von Chilcott, Dring, Vasks, Bach und Vivaldi zur Aufführung gekommen. Der erst vor kurzem mit drei zusätzlichen Tenören verstärkte Chor hatte das schwierige Programm bravourös gemeistert.
Nach der anstrengenden Weihnachts- und Neujahrszeit nimmt sich Birgit Wildeman jetzt einige Tage Auszeit. Nächste Gelegenheit, sie im Solokonzert zu hören, gibt es am 22. Februar und danach wieder am 24. März, jeweils um 16 Uhr im Friesendom.
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