DER INSELBOTE

 

Väterchen Frost hat die Inseln fest im Griff

06. Februar 2012 | 04:40 Uhr | Von oe/pk

Auf Amrums Dünenseen herrschte gestern Hochbetrieb. Foto: oe

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Föhrer und Amrumer zog es bei strahlendem Sonnenschein trotzdem ins Freie - Treibeis auf dem Wattenmeer

Föhr / Amrum. Eiszeit auf den Inseln: Kältehoch "Cooper" hat Föhr und Amrum am Wochenende Temperaturen beschert, die nachts deutlich im zweistelligen Minusbereich lagen. Und selbst tagsüber, bei strahlendem Sonnenschein, gab es klirrenden Frost. Inzwischen bildet sich auch im Wattenmeer erstes Treibeis. "Die markanten Fahrwassertonnen haben wir bereits gegen Eisblinker ausgetauscht", berichtet der zuständige Außenbereichsleiter Wolfgang Stöck, dass sich das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) bereits gewappnet hat, sollte die Nordsee zufrieren.

Erste Einschränkungen gab es bereits im Fährverkehr. Während zwischen Dagebüll, Föhr und Amrum noch alles nach Fahrplan lief, musste die Halliglinie zwischen Schlüttsiel, Hooge und Langeneß wegen des Eisgangs gestern komplett eingestellt werden. Auch am Wyker Fähranleger dümpeln die ersten Eisschollen im Wasser. Doch während die Schiffe im Wyker Binnenhafen langsam festfrieren, hatten die großen WDR-Fähren am Wochenende noch keine Probleme.

"Wir haben heute Morgen bei uns minus 14,7 Grad am Thermometer ablesen können", berichtet eine Amrumerin, die sich trotzdem nicht von einem Spaziergang am Seezeichenhafen abhalten ließ. Sie genoss das klare Winterwetter genauso, wie viele Strandspaziergänger und Schlittschuhläufer. Auf einigen Amrumer Dünenseen und auf der Nieblumer "Meere" trug das Eis bereits. Ganze Familien - Kinder, Eltern und Großeltern - pilgerten gestern dick eingepackt zum Nieblumer "Ententeich". Mit Wolldecken und Thermoskannen mit heißen Getränken im Gepäck verbrachten sie den sonnigen Wintersonntag auf dem Eis. Und auch auf Amrum wurden die Eisflächen von Alt und Jung gleichermaßen zum Eishockey spielen und lockeren Dahingleiten genutzt.

"Es ist echt toll, dass sich hier alle Altersgruppen gemeinsam an den traumhaften Bedingungen begeistern", schwärmt ein Vater. In puncto Sicherheit wurde nichts dem Zufall überlassen und mit einer langen Leiter und Tauwerk für den Notfall vorgesorgt. "Der See ist erfreulicherweise nicht einmal hüfttief, haben Messungen im Sommer letzten Jahres ergeben", beruhigt ein anderer Schlittschuhläufer.

Während viele Menschen das Winterwetter einfach nur genießen, müssen Wildtiere jetzt mit einem kargen Futterangebot klar kommen. Und so kann, wer einen Futterplatz für Vögel eingerichtet hat, zurzeit auch seltene Gäste beobachten. In einem Midlumer Garten tauchte jetzt sogar ein Goldfasan auf der Suche nach etwas Fressbarem auf.


 

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