TIERE IM WALD UND AUF DER WIESE
Frischlinge
Spürnasen im Wald
Das Fell der Frischlinge ist gestreift. Es macht jeden einzelnen unverwechselbar. In der Gruppe aber verschwimmen die Streifen. Das schützt sie vor Feinden. Das Fell wird später dunkelgrau und borstig.
Trappenkamp. Frischlinge werden sie genannt. Die Zeit, in der sie allein von Mama Wildsaus Milch leben, ist nun vorbei. Die Frischlinge müssen jetzt alles lernen, was sie zum leben im Wald brauchen.
Die Lehrerinnen sind das Muttertier und die anderen Bachen in der Rotte. Bachen - das sind die weiblichen Wildschweine. Sie leben zusammen mit den Jungtieren in einer Gruppe, der Rotte, mit bis zu 50 Tieren. Papa Wildschwein, der Keiler genannt wird, ist ein Einzelgänger. Er lebt getrennt von seiner Familie. Das ist nicht schlimm, sondern für alle besser so. Denn Keiler sind sehr angriffslustig und gar keine Familientiere.
Die Wildschweinjungs aber gehen zusammen mit den Mädchen in die Schule, etwa zwei Jahre lang. Die Unterrichtsfächer: Gemeinschaftskunde, Orientierungslauf und Nahrungssuche. Im ersten Fach lernen die Jungtiere, wie sie sich in der Rotte zu verhalten haben und wer das Sagen hat. Denn es gibt eine strenge Rangordnung. Wenn sie das beachten, lernen sie auch schnell, wie sie sich in ihrem Revier orientieren können. Sie zeigen ihnen zum Beispiel wo die sichersten Stellen sind oder wo ihr Revier aufhört und sie anderen Rotten in die Quere kommen könnten. Stundenpläne und Pausenglocken gibt es im Wald natürlich nicht und so geht es gleich weiter zum nächsten Fach: Wo sind die besten Futterplätze? Die Frischlinge lernen, wo sie finden, was sie gern mögen. Ihr guter Geruchssinn hilft ihnen dabei - sie sind vielleicht die besten Spürnasen im Wald.
Steckbrief: Wildschwein
Lateinischer Name: Sus scrofa
Gewicht: 200 Kilogramm
Größe: bis zu 1 Meter hoch und bis zu 1,80 Meter lang
Nahrung: Wurzeln, Knollen, Baumfrüchte, Pilze, Insekten, Schnecken, Mäuse, Frösche, Molche, tote Tiere. Die Wildschweine wühlen sogar den Boden auf, um an Nahrung zu kommen. Das ist gut für den Wald, denn so bereiten sie den Baumsamen einen guten Start.
Lebensraum: Wald und Waldgebiete
Verhalten: Sie lieben es, sich im Matsch zu wälzen, denn so vertreiben sie lästige Parasiten wie Zecken und Flöhe. Auf Nahrungssuche gehen sie vor allem nachts.








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