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Four Elements Challenge

Ministerium bremst Speedboote auf Ostsee

02. Juli 2009 | 17:23 Uhr | Von lno

Die Teilnehmer der umstrittenen "Four Elements Challenge" dürfen mit ihren Speedboten am Wochenende mit "nur" 30 Kilometern pro Stunde durch das Schweiswalgebiet Eckernförder Bucht brettern. Foto: Baltic Dive Center

Die Teilnehmer der umstrittenen "Four Elements Challenge" dürfen mit ihren Speedbooten am Wochenende mit "nur" 30 Kilometern pro Stunde durch das Schweinswalgebiet Eckernförder Bucht brettern.

Zum Schutz der Schweinswale bremst das Umweltministerium in Kiel PS-starke Schlauchboote aus. Sie dürfen bei einer umstrittenen Veranstaltung an diesem Wochenende innerhalb der Eckernförder und Kieler Bucht nur maximal 16 Knoten (30 km/h) schnell sein. Diese Auflage gab das Ministerium am Donnerstag nach einer artenschutzrechtlichen Prüfung bekannt.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck hatte 35 Knoten (65 km/h) genehmigt. Bei diesem Tempo könnten einzelne Tiere getötet werden, die den schnellen Booten nicht ausweichen können, erläuterte das Ministerium. Außerdem könne der Lärm die Fortpflanzung der Schweinswale beeinträchtigen. Im Außenbereich beider Buchten dürfen bis zu 24 Knoten gefahren werden.

"Die Eckernförder Bucht ist für Schweinswale ein sehr wichtiger Lebensraum, in dem sie sich vergleichsweise stark konzentrieren", sagte Umweltminister Christian von Boetticher (CDU). "Außerdem bringen sie gerade jetzt ihre Kälber zur Welt und erkunden gemeinsam mit diesen ihren Lebensraum. Um die Tiere bestmöglich zu schützen, wurden in diesem Seegebiet sogenannte FFH-Gebiete ausgewiesen."

Die jetzt für die Taucher-Rallye "Four Elements Challenge" vorgegebenen Werte orientierten sich an Höchstgeschwindigkeiten, die für den Nationalpark Wattenmeer und angrenzende Gebiete gefordert werden. Die Wasserschutzpolizei werde die Einhaltung der Auflagen kontrollieren, hieß es. Wegen der befürchteten Gefahren für die Schweinswale hatten Tierschützer in den vergangenen Wochen vehement gegen die Veranstaltung protestiert.


 

Leserkommentare

 
MARIO REHDERS 03.07.2009 10:00
sehr gute Aktion

Es kann eigentlich nicht angehen das in diesen bereichen der ostsee überhaupt soetwas veranstaltet wird... scheinswale sind eine bedrohte tierart... man sucht euch n see oder sonst so was ... aber nehmt nicht unserer schöne ostsee...

STEPHAN KRAMER 05.07.2009 16:55
Schweinswale

Im holländischen Wattenmeer ( Unesco Welterbe) gibt es eine grosse Population von Schweinswalen. Tote angespülte Schweinswale weisen beinahe immer Spuren von illegalen Fischernetzen auf.
Wir und andere Kollegen fahren in Zusammenarbeit mit Tierschutzverbänden regelmässig mit Touristen in schnellen Schlauchbooten zu den Seehundbänken. Dabei sehen wir sehr häufig Schweinswale, die neugierig mit uns mitschwimmen. Diese intelligenten Tiere haben sich lange vor dem Menschen an Veränderungen in der Umwelt angepasst.
Durch schnelle Schlauchboote wird Ihre schöne Ostsee nicht weniger attraktief.



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