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Damp

Katze erschlagen -"Wer tut so etwas?"

10. August 2009 | 16:38 Uhr | Von Dirk Steinmetz

"Wer tut so etwas?", fragen sich Carola Gapski (re.) und ihre Tochter Djana. Die Familie verlor sieben Katzen und erstattete nun Anzeige gegen Unbekannt. Foto: Steinmetz

Insgesamt sieben Katzen hat Familie Gapski in Damp schon verloren. Vergiftet, erschlagen oder einfach verschollen.

Damp. An einer wilden Ablagestelle nahm "Lucky" am 3.August die Fährte auf. Der Hund führte Carola Gapski direkt zur Fundstelle ihrer toten Katze. Im Wald von Vogelsang-Grünholz bot sich Frauchen ein grauenvoller Anblick: Ihre Katze lag dort wie weggeworfen mit eingeschlagener Seite und eingeschlagenem Kopf.

Felix war acht Tage alt, als Carola Gapski den jungen Kater 1998 als Fundtier aufnahm. Das Tier war der Familie ans Herz gewachsen, vor allem weil zwei Tierärzte dem Tier damals keine Überlebenschance gaben. Er überlebte, und er überlebte auch eine Misshandlung, bei der sich das Tier im Sommer des Vorjahres mit tiefen Schnitten unter den Achseln der Vorderläufe nach Hause schleppte, so, als wenn er in einer Schlinge hing, berichtete Gapski. Nach erfolgreicher Operation konnten sie und ihre drei Kinder das Tier wieder aufpäppeln. Doch jetzt zerriss es der Katzenfreundin das Herz.

"Er war kein Streuner"

Felix war acht Tage alt, als Carola Gapski den jungen Kater 1998 als Fundtier aufnahm. Das Tier war der Familie ans Herz gewachsen, vor allem weil zwei Tierärzte dem Tier damals keine Überlebenschance gaben. Er überlebte, und er überlebte auch eine Misshandlung, bei der sich das Tier im Sommer des Vorjahres mit tiefen Schnitten unter den Achseln der Vorderläufe nach Hause schleppte, so, als wenn er in einer Schlinge hing, berichtete Gapski. Nach erfolgreicher Operation konnten sie und ihre drei Kinder das Tier wieder aufpäppeln. Doch jetzt zerriss es der Katzenfreundin das Herz. 

Seit dem 23. Juli war der Kater, der sehr an der Familie hing, nicht mehr nach Hause gekommen. "Er war kein Streuner, dass er weg blieb, war völlig ungewöhnlich", berichtete Gapski, den Tränen nahe. Sie stellte bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt.

Die Katzen wurden gesund gepflegt

Es sei die siebte Katze, die sie verloren hätten, ergänzte Tochter Djana (17). Drei Jahre wohnten sie nicht in Vogelsang-Grünholz. Etwa 2007 kamen sie zurück in die Ringstraße. Im Frühjahr 2008 verschwand "Franzi" und "Moritz" kam mit schweren Vergiftungserscheinungen zurück. Auch er starb.

Doch die Serie mit verschwunden und misshandelten Katzen fing viel früher an. 1992 zog die Familie in das Elternhaus von Carola Gapski in die Siedlung in der Ringstraße in Vogelsang. Immer wieder kamen damals Katzen, vermutlich mit Tritten oder harten Gegenständen misshandelt, zurück oder sie tauchten nie mehr auf (wir berichteten). Oft ließen sie die Tiere operieren und pflegten sie wieder gesund.

Belohnung zur Ergreifung der Täter ausgesetzt

"Wer tut so etwas? Jetzt reicht es, das muss aufhören", sagte sie jetzt und hofft auf Unterstützung. Das Interesse in ihrem Bekanntenkreis sei sehr groß, sie erhalte viel Zuspruch. "Wer so etwas macht, ist krank", stellte Gapski fest und setzt auch eine Belohnung für Hinweise aus, die zur Ergreifung des Täters führen.

Katzen seien bei ihnen bestens aufgehoben, sie hätten ein großes Haus und einen Garten, zudem seien die Kater kastriert. "Es geht ihnen gut", sagte sie. Und auch mit ihren Nachbarn verstehe sie sich gut.

Verstoß gegen das Tierschutzgesetz

Bei der Polizei in Damp liefen auf die Anzeige bislang noch keine Hinweise ein, berichtete Uwe Kornienko. "Die Anzeige erfülle den Straftatbestand nach Pragraph 17 des Tierschutzgesetzes", sagte er auf Nachfrage der Eckernförder Zeitung. Wer Wirbeltiere ohne Grund tötet, oder sie unnötig quält und dabei tötet, der müsse nach dem Gesetz mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einem Strafgeld rechnen, so der Beamte. Damit die Polizei aktiv werden könne, müssten deutliche Hinweise auf die Tat und mögliche Täter vorliegen.

Weitere Anzeigen aus den letzten Jahren über verlorene Katzen lägen nicht vor, das ergab seine Recherche. "Möglicherweise gibt es aber noch weitere Fälle, die nicht angezeigt wurden", sagte Kornienko.


 

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