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Christopher Street Day

Ein ganz normaler Wahnsinn in Hamburg

08. August 2009 | 16:45 Uhr | Von Markus Bauer, dpa

Marschiert ganz vorne mit: Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU).

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Er ist ein Protestzug für Gleichberechtigung - als schrill-bunte Parade: der Christopher Street Day in Hamburg. Erstmals führt ihn Bürgermeister Ole von Beust an.

Die Christopher Street Parade der Schwulen und Lesben in Hamburg war schräg, bunt und schrill - wie immer. "Teufel" und "Engel" fielen trotzdem auf. 30 Minuten verharrten die beiden knapp bekleideten Männer in Fotopose. Den weißen Engel mit seinen riesigen Flügeln und den knallroten Teufel wollten alle ablichten.

Ganz normaler Wahnsinn beim 29. Christopher Street Day (CSD) in Hamburg: 5000 Schwule, Lesben und Transsexuelle tanzten am Samstag durch die City der Hansestadt. Mit der lauten und außergewöhnlichen Parade demonstrierten sie für die Gleichberechtigung der Homosexuellen. Unter dem Motto "Flotter 3er fürs Grundgesetz" forderten sie, dass niemand wegen seiner sexuellen Identität benachteiligt werden dürfe.

Schwuler Männerchor sang in Matrosenkostümen

Mehr als 50.000 Zuschauer säumten die Straßen, feierten mit oder staunten einfach nur über die schrägen Kostüme. Der schwule Indianerhäuptling flirtete mit einem Mann in kurzem Rock und High-Heels. Ein feiner Herr mit Zylinder und einem Glas Sekt in der Hand ließ sich von einer in Latex gekleideten Dame in einem Einspänner durch die Straßen ziehen. Und der schwule Männerchor sang in Matrosenkostümchen.

Leger in Jeans und Polo-Hemd gekleidet, ging erstmals Bürgermeister Ole von Beust (CDU) an der Spitze der Bewegung mit. Er hatte auch die Schirmherrschaft übernommen. "Der CSD ist nicht nur wichtig für Hamburg, sondern für die ganze Welt", sagte von Beust und betonte: "Wir stehen ein für Toleranz, Akzeptanz und Respekt." Grundgesetz zu verankern. Ähnlich sieht das auch "Mutter Madonna Erotica von Bitch & Virgin". Mit ihren Schwestern marschierte die falsche Äbtissin - 2 Meter und sechs Zentimeter groß - in einem hellblauen Kleid beim CSD mit.

Farblich passte auch die Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth, ins Bild. Mit grün-weißer Bluse und grün-glänzenden Schuhen machte sie sich dafür stark, "trotz vieler Erfolge in der Gleichstellung von Homosexuellen" den Weg konsequent weiterzuverfolgen. "Nicht ganz Deutschland ist so weit wie Hamburg."

 


 

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