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Bildungs-Offensive
GEW fordert höhere Steuern für mehr Lehrer
Kiel. Mehr Lehrerstellen, höhere Gehälter, weniger Arbeit - alles finanziert durch Steuererhöhungen: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Schleswig-Holstein hat ihre Forderungen an die künftige Landesregierung auf den Tisch gelegt.
Trotz des erwarteten Schülerrückgangs um 25 Prozent bis 2020 sei keine einzige Lehrerstelle verzichtbar, sagte GEW-Landeschef Matthias Heidn gestern in Kiel. Die GEW geht mit dieser Forderung weit über die zuletzt von der großen Koalition getroffenen Vereinbarungen hinaus. Danach sollen von den wegen des Schülerschwundes rechnerisch verzichtbaren 4200 Lehrerstellen rund 1300 Stellen bleiben, um die Unterrichtssituation zu verbessern.
Pflichtstundenzahl soll auf 24 begrenzt werden
Die Rahmenbedingungen für Schule verbessern, das will auch die GEW. Nach einer Umfrage der Gewerkschaft "leiden 96,1 Prozent der Lehrkräfte unter hohen Arbeitsbelastungen". Daher müsse die Pflichtstundenzahl für Lehrer einheitlich auf höchstens 24 begrenzt werden. Grund- und Hauptschullehrkräfte würden danach 3,5 Stunden in der Woche weniger unterrichten, Sonderschullehrer drei Stunden und Lehrkräfte an Gymnasien eine halbe Stunde weniger. Die bisherigen Regelungen im Pflichtstundenerlass nannte Heidn unzumutbar. Sie müssten umgehend überarbeitet werden.
In jeder Klasse dürften zudem nicht mehr als 24 Schüler sitzen. Die Besoldung der Lehrkräfte müsse mindestens der Gehaltsgruppe A 13 entsprechen. Daneben sollten die Fortbildung der Lehrkräfte verbessert, die Schulsozialarbeit ausgeweitet und mehr therapeutisches Personal eingestellt werden. Schließlich müsse die Lehrerausbildung modernisiert werden.
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