Krebserregend
Shell ruft Deutschland-Rucksäcke zurück
Der Mineralölkonzern Shell hat die Verteilung seiner EM-Rucksäcke gestoppt und ruft bereits ausgegebene Exemplare zurück. Sie enthalten offenbar gefährliche Inhaltsstoffe, die Allergien oder sogar Krebs auslösen können. Shell-Sprecher Jörg Adolf: "Es wurden Farbstoffe und so genannte Aromaten entdeckt, die die zulässigen Grenzwerte überschreiten. Wir haben das Hamburger Amt für Gesundheit und Verbraucherschutz informiert."
400.000 Rücksäcke sind bei der Aktion "Für alle Fans: 4 x tanken - Rucksack packen!" in den vergangenen Tagen gratis verteilt worden. Kunden hatten sich schnell über den unangenehmen Geruch der EM-Rucksäcke beschwert. Am vergangenen Donnerstag wurden dann alle 2200 Tankstellenpächter in Deutschland angewiesen, die Ausgabe der Rücksäcke zu stoppen. Eine Lübecker Pächterin: "Wir sollten den Kunden sagen, dass es Lieferschwierigkeiten gibt."
Shell-Sprecher Adolf erklärt: "Wir wollten Gewissheit, unser medizinischer Dienst nutzte das Wochenende für Tests." Laut Hamburger Gesundheitsbehörde bestehe für die Bevölkerung keine Gefahr, die Rücksäcke seien aber eben auch nicht unbedenklich. Shell-Sprecher Adolf: "Wir empfehlen den Umtausch, nehmen sie zurück." Herstellungsland der EM-Rucksäcke: China.
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Seitdem wiederholt auch in Spielzeug, welches in China produziert wurde derartige Inhaltsstoffe gefunden worden sind, wäre es in der Zeit, die "Chinarismus" (Sourcing in China) Einhalt zu gebieten. Als Biochemiker, der im Verlauf eines Studiums dem intensiven Umgang mit entsprechende Substanzen wissentlich ausgesetzt, reagiere mittlerweile spontan mit leicht allergische Reaktion (Nießen oder Kopfschmerz), wenn ich mich unbewußt PAKs (polycyclischen AROMATISCHEN KOLHLENWASSERSTOFFEN) oder ähnlichen Substanzen ausgesetzt sehe. Etwas mehr Verantwortungsbewußtsein bei den Unternehmen - nicht nur bei SHELL - ist durchaus angebracht.