TOP-THEMA
Sierksrade/Groß Weeden
Verfolgungsjagd nach Discobesuch
Der Fahrer des Geländewagens rammte einen Funkstreifenwagen und landete im Straßengraben. Foto: Nimtz
Gegen 4.30 Uhr kam es auf dem Parkplatz einer Diskothek in Sierksrade/Groß Weeden zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen, bei der ein 24-jähriger Hamburger durch einen Schuss aus einer Schreckschusspistole verletzt wurde. Der Mann erlitt eine Platzwunde. Als das Sicherheitspersonal einschritt, flüchteten die Tatverdächtigen in einem BMW und einem Dodge-Geländewagen. Mehrere Streifenwagenbesatzungen fahndeten nach den Tatfahrzeugen, die über die Bundesstraße 208 in Richtung Bad Oldesloe fuhren.
Die Männer missachteten in Höhe einer Bushaltestelle kurz vor Westerau die Anhaltezeichen der Polizeibeamten und fuhren weiter. In Westerau hatten weitere Polizeibeamten eine Straßensperre errichtet und den Streifenwagen quer zur Fahrbahn abgestellt. Auf Anhaltezeichen stoppte der BMW-Fahrer, ein 23-jähriger Hamburger, den Wagen. Der Fahrer des Geländewagens fuhr weiter, rammte den Funkstreifenwagen und landete im Straßengraben.
19-jährige Fahrzeuginsassin kam mit einem Schock ins Krankenhaus
Die fünf Fahrzeuginsassen, 20- bis 21-jährige Hamburger, blieben unverletzt. Eine weitere 19-jährige Fahrzeuginsassin aus der Nähe von Hamburg erlitt einen Schock und kam ins Krankenhaus. Die Polizeibeamten wurden nicht verletzt. Im BMW stellten die Polizeibeamten bei einem 21-jährigen Hamburger die Schreckschusspistole sicher und nahmen ihn vorläufig fest. Da keine Haftgründe vorlagen, wurde er kurze Zeit später aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Der 23-jährige BMW-Fahrer und sein 21-jähriger Beifahrer wurden nach Personalienfeststellung ebenfalls entlassen.
Die fünf Tatverdächtigen Hamburger aus dem Geländewagen kamen vorläufig in Polizeigewahrsam wurden jedoch aufgrund mangelnder Haftgründe wieder entlassen. Warum es vor der Diskothek in Groß Weeden zu der Auseinandersetzung gekommen war, ist noch unklar.
Leserkommentare
Wo ist das Problem, wenn der/die Schuldige(n) bis zum Prozess zuhause auf ihre Strafe warten, die in Deutschland noch immer ein Richter festlegt - nicht ein Polizeibeamter?
Hier einige Informationen für den nächsten Stammtisch:
de.wikipedia.org/wiki/Haftgrund
Noch so'n Wiki-Schlauer. Wikipedia hat so in etwa das Niveua eines Stammtisches. So tief kann man doch gar nicht sinken, dass man an Wikipedia als Rechtsquelle verweist. Verlassen Sie sich lieber auf Rechtsquellen wie das StGB, die StPO usw!
Aber genau das was Herr Fischer schreibt, ist das Problem. Zunächst werden die Straftäter mangels Haftgründe nicht in Gewahrsam genommen und dann Aufgrund mangels Beweise freigesprochen. Ich kann Ihnen eine ganze Menge erzählen, darüber wie es häufig abläuft. Da riskieren Polizeibeante teilweise ihr Leben, so wie auch im beschriebenen Fall, und anschließend dürfen sie die Straftäter auch noch nach Hause fahren, nur weil der Staatsanwalt mal gerade keine Lust hat, einen Haftbefehl auszusprechen.
Die Gesetze sind da, nur werden Sie durch unsere Richter und Staatsanwälte nicht angewandt.
Solange der/die Schuldige(n) zuhause auf ihre Strafe warten, ohne aus Frust auf wen auch immer, weitere kriminelle Energie freisetzen (einen Polizeiwagen zu rammen zeugt von krimineller Energie), habe ich kein Problem damit.
Gespannt bin ich auf die Strafe, mit der ich dann evt. wieder ein Problem hätte, aber soweit ist es ja noch nicht.
Der Richter wird´s schon richten.
Hätte ich nun einen Stammtisch, würde ich das dort thematisieren, so bleibt es bei meinen Gedanken.
Bei der Straßensperre hätten doch Polizisten totgefahren werden können? Schlimmer Unfall! Alles klar?
Ich denke, Sie haben nicht begriffen (oder wollen nicht begreifen), worum es geht. Die Täter werden trotz krimineller Energie (oder braucht es dazu Ihrer Meinung nach erst einen Toten?) frei gelassen und können am Tag darauf die nächste Sause veranstalten. Der Gedanke daran stört mich allerdings auch. Und erfahrungsgemäß gibt es von unseren so humanen Richtern dafür eine so milde Strafe, dass die Täter nur lächeln können - und keine Lehren daraus ziehen.
Man muss nicht rechtsradikal sein, um Verschärfungen unseres antiquierten Strafrechts zu fordern. Aber dazu sind die Leute (wie Sie) zu feige. Lieber nehmen sie die Opfer in Kauf.
Ich würde gern mal wissen aus welcher Sozialen Umfeld die Jugendlichen kommen... Schade, dass man das nicht weiß... Das würde einiges sagen denke ich.
Sie möchten also die Gewaltenteilung abschaffen? Die ist allerdings Bestandteil einer Demokratie. Das, was Sie fordern, hatten wir bereits vor dem letzten Weltkrieg. Und das wollen Sie bestimmt nicht haben, oder?
Ich stimme Ihnen zu, dass das Jugend(strafrecht) an einen Stellen zu lasch ist, aber die Verurteilung sollte man lieber einem Richter überlassen, nicht einem Polizisten.
Ja,ja überläßt die wildwütig um sich Schiessenden erstmal Tage später den Richtern. In der Zeit können so lange noch andere umgeballert werden! In anderen Ländern sieht das so aus "Wegschließen bei sofortiger Festnahme"!
Und die lieben Gesinnungsrichter lassen dann die Täter nach einem gutem Deal wieder laufen. Wo bin ich hier eigentlich, Irrenanstalt, im Affengehege oder schon auf dem Mars?
Solchen Personen, egal wie alt, muß mit klaren Worten erklärt werden, was
abgeht.
- Führerscheine einsammeln.
- Reisepässe einsammeln. Alle.
- Fahrzeuge einsammeln.
- Konten schließen bis auf 50 % Mindestsatz.
- Noch einen "falschen Furz" und ab in die U-haft.
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Kein Haftgrund, weil die jungen Leute nur ein Polizei-Fahrzeug gerammt, mit Schreckschußpistole jemanden verletzt und einen größeren Polizei-Einsatz veursacht haben. Na, das geht dann ja noch. Wahrscheinlich gehen die Kosten des Einsatzes auch noch zulasten des Steuerzahlers. Was mir hier fehlt, ist eine Spenden-Kontonummer, damit der Schaden an dem Dodge bezahlt werden kann...
Kopfschütteln total !