TOP-THEMA

 

Toter Segler vor St. Peter-Ording

Todeskampf auf hoher See?

29. Dezember 2009 | Von gpa/blu

Bergung: Die verunglückte "Pingi" auf Eiderstedt. Foto: Dewanger

Einen Tag nach dem Fund eines toten Seglers im Wattenmeer vor St. Peter-Ording (Nordfriesland) ist der Mann identifiziert worden. Es handelt sich um einen 63-Jährigen Damper.

St. peter-ording. Ein tödlicher Segel-Törn an Weihnachten in der Nordsee gibt der Polizei immer noch Rätsel auf. Der 63-jährige Reiner T. aus Damp (Kreis Rendsburg-Eckernförde) war am Sonntag von einem Seehundjäger tot vor St. Peter-Ording auf der nordfriesischen Halbinsel Eiderstedt gefunden worden, sein Boot wurde einen Kilometer entfernt kieloben liegend entdeckt. Am Montag bargen Experten des Landesbetriebs für Küstenschutz die Yacht. "Es gibt keine Hinweise auf ein Fremdverschulden oder auf einen Zusammenstoß", sagt Wolfgang Boe, Sprecher der Wasserschutzpolizei in Husum. Die Staatsanwaltschaft wolle heute über eine Obduktion entscheiden.

Unklar ist vor allem die Unfallursache: Der 63-Jährige soll an Heiligabend mit seiner "Pingi", eine sieben Meter lange "Neptun 22", vom niedersächsischen Nordenham aus in See gestochen sein. Das Ziel: Helgoland. "Dort kam er aber nie an", so Boe. Nicht auszuschließen sei, dass er tagelang gegen Wind und Wellen kämpfen musste. Rechtsmediziner sollen jetzt zunächst Todeszeitpunkt und -ursache ermitteln. Die Leiche des 63-Jährigen werde obduziert, sagte am Dienstag der Sprecher der Wasserschutzpolizei Husum, Wolfgang Boe.

"Er segelt, seitdem ich ihn kenne"

"Heiligabend war es einigermaßen ruhig", weiß indes Rüdiger Brandt, Diplom-Meteorologe bei "Wetterwelt" in Kiel. Erst am Vormittag des 1. Weihnachtsfeiertages habe es bei Helgoland Böen mit Windstärken von 7 bis 8 aus Ost gegeben, danach beruhigte sich das Wetter für einige Stunden. Am Abend allerdings frischte der Wind wieder auf mit Sturmböen der Stärke 9 bis 10 aus Südwest.

Der 63-jährige Familienvater galt als erfahrener Kapitän: "Er segelt, seitdem ich ihn kenne", berichtet Karl-Dieter Strotmann, Vorsitzender der Segelsparte des Wassersportclubs Helgoland. Entsetzt reagierte allerdings Dieter Sichau, 1. Vorsitzender des Wassersportvereins Nordenham, auf die Unglücks-Nachricht: "Wenn er mit dieser kleinen Jolle allein gen Helgoland ausgelaufen ist, dann ist das schon sehr mutig."


 

Leserkommentare

 


 
 

SH-REISE

1000 Tipps für schöne Tage im Norden!
Der Norden hat viel zu bieten: In "1000 Tipps für einen schönen Tag in Schleswig-Holstein" finden Sie die schönsten Seiten des Landes und lernen geheime Attraktionen kennen. Einige haben wir hier für Sie.

 
 

LANDTAGSWAHL 2012

 

Beilagen der Woche

 
     

    "HERBIE" IN RENDSBURG

    Grönemeyer kommt nach Rendsburg!
    Alle wichtigen Informationen zum Konzert erhalten Sie hier.

     

    Nachrichtenticker

     

    Meistgelesene Artikel

     



     
    HÄUFIG GELESEN

    Ein beliebter Krankenhausarzt geht in den Ruhestand

    Was sagen Sie dazu, dass Ihr Chef in den Ruhestand geht? "Es wird uns fehlen", antwortete das ...mehr

     
     


    KONTAKT | IMPRESSUM | AGB | DATENSCHUTZ