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Patenschaften im Tierpark Gettorf
"Tierliebe allein füllt keine Näpfe"
Gettorf. Sie bringen den Bezug zum Tierpark Gettorf zum Ausdruck oder aber die Faszination für eine bestimmte Rasse: Tierpatenschaften. Zwischen 70 und 100 werden pro Jahr geschlossen. Die neueste schloss die Glücksburger Rosenkönigin Franziska Maiwald ab und gab der an ihrem Geburtstag geborenen Hängeohrziege den Namen "Prinz Kaspian".
"Ich kenne den Tierpark von Kindesbeinen an", sagte die Rosenkönigin. Sowohl mit der Familie als auch der Schule sei sie oft da gewesen, zuletzt allerdings vor 13 Jahren. Als sie von der Möglichkeit erfuhr, eine Patenschaft für einen der 850 Bewohner zu übernehmen, sei sie sofort begeistert gewesen. Und als dann auch noch an ihrem Geburtstag, dem 14. März, eine Hängeohrziege zur Welt kam, war klar, wer ihr Schützling sein sollte. Den wird sie in Zukunft sicher auch öfter besuchen, denn die gebürtige Flensburgerin wohnt inzwischen in Kiel und arbeitet beim Landesamt für Denkmalpflege.
"Wer kann schon Gürteltiere als Patenkinder vorweisen"
Doch die Paten kommen nicht nur aus der Region, sondern aus dem ganzen Bundesgebiet, verrät Tierärztin Dr. Gabriele Ismer. Über familiäre Kontakte oder Urlaube würden die Verbindungen entstehen. So ist es auch bei Birgit und Michael Schorr aus Nürnberg, deren Herz für die beiden Gürteltiere James und Miss Sophie schlägt. "Die beiden haben uns mit ihrer trolligen Art, den spitzbübischen Augen und der Stupsnase gefangen. Außerdem haben wir einen Faible für urtümliche Tiere.
Und besonders Gürteltiere sind faszinierende Lebewesen", schwärmt das Paar, das leidenschaftlich gern Zoos in der ganzen Welt erkundet. Die kleinen, privaten Zoos mit ihrem Engagement für die Erhaltung bedrohter Tierarten oder für die Vermittlung des Tierschutzgedankens an Kinder lägen ihnen besonders am Herzen. "Wir sind der Meinung, dass private Zoos einfach mehr finanzielle Zuwendung brauchen, um die Tiere gut halten zu können. Herzliche Fürsorge und Tierliebe allein füllen leider noch keine Futternäpfe", sagt Birgit Schorr.
Drei bis vier Mal im Jahr kommen sie nach Norddeutschland und statten "ihren" Gürteltieren in Gettorf einen Besuch ab. "Für uns sind die beiden schon etwas Einmaliges. Wer kann schon Gürteltiere als Patenkinder vorweisen", sagt Birgit Schorr und lacht.
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