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Lübeck
Giftgas-Alarm am Supermarkt
Mit Atemschutzgerät und Vollschutz-Anzügen rückten Feuerwehrleute zur Baustelle an. Foto: Kröger
Am Supermarkt eines ehemaligen Kasernengeländes in Lübeck wird gebaut. Hinter der Diskothek "Bunker" stößt die Schaufel des Baggers am Morgen plötzlich auf alte Tongefäße in der Erde und beschädigt sie. Flüssigkeit tritt aus, ein beißender Gestank erhebt sich aus der Grube.
Die Rettungsleitstelle löst Großalarm aus. Wegen des Verdachts auf Giftgas werden Wohnhäuser, der Supermarkt, das Gebäude der Telekom und ein Kindergarten evakuiert. Straßen rund um das Gebiet im Stadtteil St. Lorenz werden abgesperrt.
Um die Flüssigkeit zu analysieren, rückt ein Spürfahrzeug der Hamburger Feuerwehr an. Mit dessen Hilfe stellen Experten fest, dass die Substanz weder radioaktiv noch giftig ist, jedoch leicht ätzend. "Der Stoff muss im Labor untersucht werden, um genau festzustellen, was es ist", sagt Polizeisprecher Jan-Hendrik Wulff. Es handelt sich vermutlich um Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg.
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