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Niebüll
Feueralarm: Krankenhaus beinahe evakuiert
Für die Evakuierung des Krankenhauses war alles vorbereitet - doch ein Feuer fanden die Löschkräfte nicht.
Feuermelder des Klinikums Niebüll (Kreis Nordfriesland) schlugen Donnerstagabend an, nachdem ein 35 Jahre alter Patient den Inhalt eines oder mehrerer Feuerlöscher im Treppenhaus des dritten Stocks versprüht hatte. Der offenbar geistig verwirrte Mann war stationär im Krankenhaus aufgenommen worden.
Der dichte Sprühnebel löste den Alarm aus, mehrere Löschzüge aus Niebüll und Umgebung fuhren zum Krankenhaus. "Während der Fahrt erhielten wir kurz nach 18 Uhr die Meldung, dass es sich dem Brandalarm, um ein reales Feuer handelt", berichtet Einsatzleiter Uwe Mussack von der Freiwilligen Feuerwehr Niebüll. "Da wir von einer möglichen Gesamtevakuierung des Klinikums ausgehen mussten, wurde die nächste Alarmstufe ausgelöst." Neben Rettungskräften aus dem gesamten Kreis wurde auch das Technische Hilfswerk aus Niebüll zum Einsatzort geschickt.
Kein Brandherd zu finden
Wegen des dichten Sprühnebels im Gebäude betraten Feuerwehrleute den dritten Stock zur Sicherheit nur mit Atemschutz. "Wir gingen ja von einem echten Feuer aus", sagt Mussack. Doch in dem verzweigten Gebäudekomplex konnten die Feuerwehrleute keinen Brandherd finden. Patienten waren bereits von Krankenpflegern und Rettungskräften auf andere Stationen verlegt worden.
Bald schon gaben die Einsatzkräfte Entwarnung: es gab kein Feuer. Die 15 Rettungswagenbesatzungen konnten wieder in ihre Quartiere abrücken. "Alle Hilfskräfte waren binnen kürzester Zeit vor Ort", sagt Christian Wehr, Leiter des Rettungsdientes im Kreis Nordfriesland. "Ich bin froh, dass wir hier nicht tätig werden mussten. Die Räumung eines Krankenhauses wäre sicherlich eine große Kraftanstrengung geworden."
Kurz nach 19 Uhr war der Einsatz beendet. Ein Amtsarzt hat entschieden, dass der Mann in die Fachklinik in Bredstedt eingewiesen wird. Gegen den 35-Jährigen erging Anzeige wegen "gemeinschädlicher Sachbeschädigung" gestellt. "Durch den Großeinsatz der alarmierten Rettungskräfte sind Kosten von mehreren Tausend Euro entstanden", teilt Polizeisprecher Manfred Poehls mit.
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