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Eggebek
C02-Lager für die Forschung im Norden
Seit Monaten laufen Bürger und Institutionen Sturm. Sie wollen die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid (CO2) verhindern. Dann scheiterte das entsprechende Gesetz im Bundestag, und es wurde ruhig. Doch jetzt kocht das Thema wieder hoch: Kieler Forscher wollen unter dem ehemaligen Flugplatz in Eggebek bei Flensburg CO2 einlagern - für Testzwecke. Drei Tonnen des "Klimakillers" sollen verpresst werden. Nach Angaben von Prof. Andreas Dahmke, Leiter des Projekts, geht es um die Frage, was passiert, wenn in die Tiefe gepumptes CO2 wieder nach oben dringt.
Der Geologe wies Vorwürfe zurück, in Eggebek entstehe unter dem Deckmantel der Forschung ein Endlager. Genau das befürchten die Kritiker. Werner Asmus von der "Bürgerinitiative gegen das CO2-Endlager": "Der Wunsch von Professor Dahmke ist an Instinktlosigkeit nicht zu überbieten."
Regierungssprecher Knut Peters verweist auf Aussagen von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU), dass es gegen den Willen der Bevölkerung kein Endlager im Norden geben werde. "Das gilt unverändert."
Ein Sprecher des Energiekonzerns RWE Dea, der für seine Erkundungspläne bisher im Zentrum der Kritik stand, distanzierte sich von dem Projekt: "Wir sind in keinster Weise daran beteiligt, auch nicht finanziell."
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