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Deutschland & Welt

30. August 2014 | 22:14 Uhr

Energiewende : Windkraftanlagen im Norden droht Ausbaustopp

vom

Energie-Agentur rät von weiteren Anlagen im Norden ab. Solange die Netze fehlen, wären neue Generatoren ohne Sinn. Minister Habeck ist anderer Ansicht.

Kiel/Berlin | Der Ausbau der Windkraft in Schleswig-Holstein soll vorläufig gestoppt werden. Das fordert die Deutsche Energieagentur (Dena), die mehrheitlich vom Bund und der staatlichen Kfw-Bank getragen wird. "Wir dürfen künftig keine Windkraftanlagen in Regionen bauen, die nicht einspeisen können, weil die Netze fehlen", sagte Dena-Chef Stephan Kohler und nannte unter anderem Schleswig-Holstein.
Wie Kohler in Berlin vor einem Treffen mit Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) erklärte, sei vor einem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien eine "bessere Synchronisation" mit dem Netzausbau nötig. Angesichts der sich verschärfenden Debatte über hohe Strompreise verstehe niemand mehr, "wenn wir Windräder in Regionen bauen, in denen die Anlagen bei Starkwind abgeregelt werden müssen, aber trotzdem für jede nicht eingespeiste Kilowattstunde bezahlt werden".
"Natürlich stehen in Schleswig-Holstein zu viele Anlagen"
Da die norddeutschen Länder "Vorreiter bei der Windkraft" waren, seien sie inzwischen überversorgt: "Schleswig Holstein hat an Leistung aus regenerativen Quellen dreimal so viel, wie im Land selbst zu Spitzenzeiten im Winter gebraucht wird - natürlich stehen da zu viele Anlagen", sagte Kohler. Derzeit sind landesweit Windrotoren mit einer Gesamtleistung von rund 3500 Megawatt installiert. Im vergangenen Jahr konnte erneuerbarer Strom im Wert von 20 Millionen Euro nicht genutzt werden.
Etwas verklausulierter hat auch Minister Altmaier in seinem vorige Woche vorgelegten Zehn-Punkte-Plan für die Energiewende eine Obergrenze für den Windkraftausbau im Norden ins Spiel gebracht. Es bestehe "die Sorge, dass beim Ausbau der Windenergie zu hohe Raten erreicht werden, die dann die Akzeptanz der Energieart insgesamt gefährden", formuliert Altmaier in seinem Konzept und fordert: "Um den Aufbau von Überkapazitäten zu vermeiden, brauchen wir einen Konsens über die Frage, wie viel erneuerbare Energie - insbesondere Windenergie - in welchen Bundesländern produziert werden darf."
"Deckelung wäre teurer und falsch"
Altmaiers schleswig-holsteinischer Amtskollege Robert Habeck (Grüne) lehnte die Pläne des Bundes für eine Obergrenze in einer Regierungserklärung ab: "Die Deckelung von Wind onshore macht die Energiewende teurer und ist falsch", kritisierte er. Die an Land erzeugte Windenergie sei "der Kostensenker im Konzert der erneuerbaren Energien". Dies gelte auch, wenn nicht jede Kilowattstunde transportiert werde, weil das Netz noch nicht ausreiche.
Habeck räumte ein, dass zuletzt 18 Millionen Euro an Entschädigung für Strom gezahlt worden sein, der wegen fehlender Kapazitäten nicht habe eingespeist werden können. Auch werde die Zahl der Abschaltungen künftig sogar noch steigen.

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von bg/höv
erstellt am 24.Aug.2012 | 08:46 Uhr

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01. | Udo Damerau | 29.08.2012 | 18:41 Uhr
Nachtrag zu 29.08.2012, 18:26

Eben einmal durchgezählt:
In dem Elaborat des WBGU, in der Version: ´Zusammenfassung für Entscheidungsträger´ kommen auf 28(!) Seiten die folgenden Begriffe mit der angegebenen Anzahl vor:
Klima-/klima- in allen Varianten: 198
nachhaltig: 98
CO2: 24
Bei Prof. Schellnhuber als Vorsitzendem und Prof. Rahmstorf als Mittäter eigentlich nicht vewunderlich.

02. | Udo Damerau | 29.08.2012 | 18:26 Uhr
"...denn Sie wissen was Sie tun"

Exakt, Herr MÖLCK-SCHMIDT.
Zum Beispiel die Bundeskanzlerin: Errichtung eines Klimaschutz-REGIMES:
http://www.youtube.com/watch?v=Jt8YcKwC8Xs
Anhören geht schnell - nur 26 Sekunden.

Und wie wird das gemacht?
Mit einer so genannten ´Großen Transformation´; das stammt vom
´Wissenschaflichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen´ (WBGU), Vorsitzender Prof. Schellnhuber. (wer sonst, und das verdeutlich bereits die Richtung):
http://www.wbgu.de/fileadmin/templates/dateien/veroeffentlichungen/hauptgutachten/jg2011/wbgu_jg2011_ZfE.pdf
Ein ellenlanges Ding - das Wesentliche haben die Kritiker kürzer analysiert: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13396336/Wir-rutschen-Hals-ueber-Kopf-in-die-Oekodiktatur.html
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13369876/Nachhaltigkeit-ist-nicht-die-Formel-zur-Welterloesung.html
http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/prognosen/tid-22565/klimawandel-auf-direktem-weg-in-die-klimadiktatur_aid_634490.html
http://www.derwettermann.de/allgemein/wbgu-fordert-globale-%E2%80%9Ekoordinationsrevolution%E2%80%9C/

Allerdings ist darin als Hauptziel nicht die atomare Weiterverwendung ins Auge gefasst, sondern es geht ´andersrum´- Sie werden sehen bzw lesen und stauen, was da auf uns zukommt.
Das alberne Glühlampenverbot mit der Wiedereinführung von Quecksilber in die Wohnungen, nachdem das Quecksilber-Thermometer verboten wurde, ist ein Witz dagegen.
Sagt Ihnen der Begriff ´Morgenthau-Plan´ etwas? Zur Not hilft Google, denn das ist ja bereits 68 Jahre her.



03. | Günter Mölck-Schmidt | 29.08.2012 | 16:32 Uhr
Atom-Lobbyismus

Vergebt Ihnen nicht, denn Sie wissen was Sie tun

04. | Udo Damerau | 26.08.2012 | 07:10 Uhr
"Solange die Netze fehlen, wären neue Generatoren ohne Sinn. Minister Habeck ist anderer Ansicht."

.
An wie vielen WKA ist er denn bereits beteiligt, und an wie vielen möchte er sich noch beteiligen oder sogar eigene aufstellen?

Da kann kraft unserer gesetzgebenden Regierung jeder, der es sich leisten kann, eine Euro-Scheffel-Mühle auf die Wiese stellen und sich jede Umdrehung von der Allgemeinheit bezahlen lassen, ohne auch nur irgend etwas zu liefern - und das mit langjähriger Regierungs-Garantie; möglicherweise protestiert er dann auch noch gegen eine neue Hochspannungsleitung.

Ist doch eine feine Sache...

05. | Günter Mölck-Schmidt | 26.08.2012 | 04:05 Uhr
reingefallen

Da sind ja wieder einige auf die Koalition reingefallen. Der Ausstieg aus der Atomenergie war nie ernst gemeint.
Jetzt weise CDU - CSU und FDP darauf hin, daß Strom bezahlbar bleiben muss.
Die haben ausgerechnet an dieser Stelle ihre soziale Ader entdeckt.
Dabei gäbe es tausende Möglichkeiten den kleinen Mann zu entlasten.
Die Verlängerung der Atomkraftwerks-Laufzeiten ist noch längst nicht aufgegeben, die Propagandamaschine läuft auf Hochtouren.
Nur als Beispiel. Angeblich 200 Millionen Euro für nicht verbrauchten Strom aus Windanlage. Alleine die Sanierung der Asse schlägt mit geschätzten 4 Milliarden Euro zu Buche . Und solche Posten gibt es noch Einige ( z.B. Endlager etc ) Aber das wird natürlich nicht auf den Strompreis aufgeschlagen, weil es über Steuergelder finanziert wird.

06. | Frank Jurkat | 23.08.2012 | 21:09 Uhr
Schluss mit dem Windwahn

Sollte es tatsächlich über den Geldbeutel möglich sein, den Windkraft-Irrsinn aufzuhalten. Was die Zerstörung des Ländlichen Raumes, die gesundheitlichen Auswirkungen auf die Anwohner, die vielen toten Raubvögel und Fledermäuse und die finanziellen Annehmlichkeiten für einige Wenige zu Lasten Vieler nicht erreicht haben, wird über die Strompreisdiskussion erreicht? Ansonsten wäre doch niemand auf die Idee gekommen den ökologischen und ökonomischen Unsinn mit den Windkraftwerken aufzuhalten. Aber auf unseren Energiewende-Minister Robert Habeck (ja so heißt das Amt inzwischen wirklich) ist Verlass. Mit an religiösen Fundamentalismus grenzender Unfehlbarkeit weicht dieser Vorzeige-Grüne nicht vom Pfad der Energiewende-Gläubigkeit ab. Da irritieren auch die rd. 80 Großkraftwerk-Neubauen und -Wiederinbetriebnahmen nicht, die gerade wegen der sog Energiewende dringend ans Netz gegen müssen. Das fordert u. a. auch die Bundesnetzagentur. Guter, grüner Ökostrom aus neuen Kohle- und Gaskraftwerken. Wenn das kein kostspieliger Schildbürgerstreich ist?

07. | U. KRUEGER | 23.08.2012 | 20:12 Uhr
eine Denkpause tut not (wirklich zum Denken und nicht zum Plappern)

Wenn die Badewanne überläuft, drehen vernünftige Leute den Wasserhahn zu und überlegen, was zu tun ist – unser ’Energiewendeminister’ wartet aber lieber ab, bis irgendwann neue Rohre verlegt wurden. Der ’volkswirtschaftliche Wasserschaden’ ist somit vorprogrammiert.

Das kommt eben dabei heraus, wenn statt Sachkompetenz und Unabhängigkeit ein ’innerer Drang’, etwas gestalten zu wollen und Lobbyhörigkeit als Qualifikation für ein politisches Amt ausreichen und auch gewisse Rechenschwächen kein Ausschlußkriterium darstellen.

Die Vorgänger der heutigen Energiewendedilletanten (von denen einige immer noch im Amt sind) haben es ’geschafft’, der Atomwirtschaft und den Energieversorgern Milliardenbeträge zum Geschenk zu machen – die Risiken und Folgekosten der Atomenergie aber der Bevölkerung aufzubürden. Langfristig wurde die Energieversorgung in Deutschland damit nicht – und schon gar nicht wirtschaftlich sinnvoll - gesichert.

Regenerative Energien besitzen zum Glück zwar kein derartiges, langfristiges Gefährdungspotential – Milliardenbeträge kann man aber auch damit aus der Volkswirtschaft ’abzweigen’ (bzw. ’umverteilen’) und entsprechendes wirtschaftliches Chaos anrichten. Ob dabei eine derzeit größtenteils unstete Energieproduktion durch Vernetzung der Unstetigkeit dazu gebracht werden kann, für die Industrienation Deutschland dauerhafte Versorgungssicherheit zu schaffen muß man in Anbetracht der derzeitigen Konzeptlosigkeit bezweifeln, insbesondere da auch die physikalisch bedingten Leitungsverluste und die daraus resultierenden Probleme einer großräumigen Vernetzung ignoriert, bzw. von der Politik wohl gar nicht verstanden werden. Man glaubt offenbar lieber an Märchen eines verlustlosen Energietransportes zum Preis eines billigen Verlängerungskabels und hofft auf irgendwelche Speichertechnologien, ohne zu erkennen, daß ein Energiespeicher für ein Stahlwerk etwas andere Voraussetzungen zu erfüllen hat, als eine Taschenlampenbatterie oder ein Pedelec-Accu.

Eine Denkpause bei der Energiewende und ein WEA-Ausbaustopp wäre also dringend nötig. Diese Pause sollte aber wirklich zum Denken und nicht zum Plappern und Phrasendreschen genutzt werden. Ich bin jedoch skeptisch, ob dies den aktuellen politischen Akteuren gelingen kann, zumal diese ja von den verschiedenen Lobbygruppen stetig angetrieben werden (nur die Bevölkerung scheint keinerlei Lobby zu haben).

Unsere Politik ist jedenfalls dabei, nun auch die Energiewende zu versemmeln, wie sie bereits durch mangelnden Sachverstand und Weitsicht ab den 50er Jahren die Atompolitik zu einem teuren Klotz am Bein der Zukunft unseres Landes entwickelt hat. Wir brauchen nicht mehr Windkraftanlagen, sondern gescheitere, unabhängige und verantwortungsbewußtere Politiker, die auch in Zeiträumen von mehr als einer Legislaturperiode denken und auch ein wenig (selber!) rechnen können.

08. | Petra Tiemann | 23.08.2012 | 17:23 Uhr
Zu viele Anlagen in Schleswig-Holstein

Zu "Natürlich stehen in Schleswig-Holstein zu viele Anlagen" Absolut Richtig!!
Zu: „Norddeutsche Länder sind inzwischen überversorgt:“ Stimmt!!
Zu: „Derzeit sind landesweit Windrotoren mit einer Gesamtleistung von rund 3500 Megawatt installiert“ Stimmt nur zu einem Fünftel, weil die installierte Gesamtleistung fiktiv ist und nie erreicht wird, es sei denn, der Wind würde an 365 Tagen im Jahr täglich 24 Stunden wehen!!. Im Jahr 2011 wurden jedoch lediglich 18,9% der o.g. Gesamtleistung erreicht, also nicht einmal ein Fünftel!
Zu: „Im vergangenen Jahr konnte erneuerbarer Strom im Wert von 20 Millionen Euro nicht genutzt werden.“ Stimmt für Schleswig-Holstein! In Gesamtdeutschland beträgt die Summe bereits über 200 Millionen Euro.
Zu Herrn Habeck’s Äußerung: "Die Deckelung von Wind onshore macht die Energiewende teurer und ist falsch": Stimmt nicht!!! Konventioneller Strom aus Gas- und Kohlekraftwerken ist billiger, weil nicht EEG-subventioniert.
Fazit: Weitere Windeignungsflächen auszuweisen und weitere Windkraftanlagen zu installieren sowie den Netzausbau in Schleswig Holstein zu forcieren, damit in Süddeutschland norddeutscher Windstrom landet ist sinnlos und für den Stromverbraucher nicht mehr bezahlbar!! Deshalb: Abschaffung des EEG, danach freie Strom-Marktwirtschaft und alles regelt sich von allein!

09. | Helmut Erb | 23.08.2012 | 12:44 Uhr
Sodamühlen

In den Siebzigern entstanden hier und da Bauruinen. Brücken wurden gebaut, um später zu erstellende Straßen zu überbrücken. Nachdem die Pläne geändert wurden, hatten die Brücken keine Funktion. Der Volksmund nannte sie Sodabrücken, denn sie standen nur so da. Unnütz. Überflüssig.

In Deutschland stehen derzeit fast 23000 Windräder. Bei Flaute und Windstärken bis 3 Beaufort haben sie naturgemäß keine Funktion. Bei Windstärken ab 10 Beaufort haben sie keine Funktion, weil sie abgestellt werden müssen. Bei optimalen Windstärken um 6 Beaufort haben viele Windräder keine Funktion, weil sie abgeregelt werden müssen. Entweder ist die Netzstabilität gefährdet oder die Netze können den Strom nicht aufnehmen. Also stehen sie oft nur so da.

Sodamühlen eben. Unnütz. Überflüssig.

10. | Peter Baumann | 23.08.2012 | 11:17 Uhr
3-fach überversorgt

Warum muss eigentlich primär Schleswig-Holstein unter diesen Windrädern leiden? Wir haben doch schon eine 3-fache Überversorgung mit diesen lauten vogelkillenden Propellern. Was paassiert, wenn wir hier noch mehr von den Dingern genehmigen? Wir werden mit neuen, womöglich auch noch gleichstrombetriebenen, Überlandleitungen "belohnt", gegen die dann auch wieder Sturm gelaufen wird und wo wir dann bei Bauverzögerungen auch wieder löhnen dürfen. Der Strom sollte langsam mal dort erzeugt werden, wo er auch benötigt wird. Beispielsweise Bayern: Die haben ein großes Bundesland und sind kaum mit Windrädern ausgestattet. Da ist noch ordentlich Nachholbedarf. Aber die wollen die Dinger nicht, weil die ja sehr nervig sind und auch noch die Landschaft verschandeln. Wind weht da unten genug und der Föhn rauscht herrlich an den Berghängen, aber wie würde das für die Touristen aussehen? Auch andere Bundesländer haben noch viel Freifläche. Also können da bequem noch viele Windräder errichtet werden. So vermeiden wir auch die unangenehmen Stromtassen. Aber eines sollte man nie vergessen: Es müssen Werke errichtet werden, wo aus Wasser Wasserstoff gewonnen und gespeichert wird, damit man in Flautenzeiten auch Energie hat, oder es muss Wasser, bei guter Windraddrehung, auf Hügel gepumpt werdem, damit man es in Notzeiten durch Generatoren abfließen lassen kann. Wir haben hier mittlerweile so viele Windräder, dass wir zu dem aus dem Finanzausgleichstopf, wo wir ja sowieso am wenigsten bekommen, wohl eigentlich nichts mehr benötigen dürften, bei den jetzt schon zu erwartenden Gewinnen aus der Windkraft. Da kann man dann mit uns nicht mehr meckern. Die Politik ist gefordert, aber Geldquellen, wie das neuerdings gekippte Glückspielgesetz, werden ja zerstört. Dafür sollen wir lieber unter neuen Lärmrädern leiden, die wir hier absolut nicht benötigen. Nur die Geldgier lässt hier weitere Windspargel sprießen. Vernunft und Umweltgedanke ist das nicht mehr.

11. | Hans Asmussen | 23.08.2012 | 10:58 Uhr
RWE und EON den Boden bereiten

Es wird doch immer deutlicher, dass unsere Bundespolitiker den Stromgiganten den Atomaustieg magenfreundlicher gestalten. Kürzung der Solarförderung und Onshore Windkraft, sowie Haftung der Steuerzahler bei Netzausfall mit 80% (Baumängel und Pleiten sind wohl mit inbegriffen) sind da nur der Anfang und jetzt meldet sich auch noch die DENA zu Wort um hier soetwas wie eine Expertenmeinung abzugeben. Vattenfall ändert mal eben einseitig einen bestehnden Vertrag (von AG zu GmbH) und kein Politiker schreit bei dieser Vertragswidrigkeit auf - oder haben diese Volksvertreter etwa diesen Konzernen das Rechte eingeräumt jederzeit sich im Vertrag durch Dritte ersetzen zulassen? Ein Schelm wer, Böses dabei denkt.

@Rosa Rose - Ihr Totschlagargument wurde vor Kurzem vor laufenden Kameras von unserem sog. Bundeswirtschaftsminister verkündet. Er sagte, dass durchaus das eine oder andere Umweltgesetz für den Ausbau der Netze kurzfristigt außer Kraft gesetz werden kann. - Nachtigall, ick hör dir trapsen!

12. | Rosa Rose | 23.08.2012 | 10:05 Uhr
Es geht mal wieder ums Geld

Es geht der DENA mit solchen Meldungen nicht darum, dass es unsinnig ist weitere Anlagen aufzustellen solange die Netze fehlen. Die Leute sollen doch nur darauf vorbereitet werden, die zu bauenden Netze +- bedingungslos zu akzeptieren.
Es fehlt eigentlich noch das Totschlagargument von politischer Seite: Wer keine Atomkraft will muß „Opfer“ bringen.
Landschaftsverschandelung, Anwohnerschutz, Lebensraum- und Artenschutz v.a. bei der Avifauna usw. ist als ernsthaftes Thema nahezu komplett ausgeblendet. Es wird von der Landesplanung bis zur gemeindlichen FNP als lästiges Übel, weil bestimmte Gesetze nun mal noch! da sind, abgearbeitet und bis auf weniger! als das notwendige Maß beschränkt. Und wo es nicht reicht, weil wie z.B. im Reußenkoog ein dusseliger Seeadler sich traut durch die letzte Schneise zwischen zig hundert WKA durchzufliegen, werden Gutachten angefertigt dessen Ergebnis schon vorher feststeht. http://www.shz.de/nachrichten/top-thema/artikel/seeadler-aus-drelsdorf-ja-wohin-fliegt-er-denn.html
Die EEG Branche und die Poltik als Spiegel von einem Teil der Gesellschaft haben jedes Maß gegenüber der Natur und den Menschen verloren.
Wir werden durch den derzeitigen EEG Wahn nichts gewonnen, sondern nur zusätzliche Probleme haben.
Der Strahler 70 schrieb „ es bleibt den Otto Normalverbraucher nur der Sarkasmus und Fatalismus“ um es zu ertragen.
Wegschauen und sich nicht informieren funktioniert bei den meisten aber auch gut.
Glauben ist so schön.

13. | Jörg Dämmig | 23.08.2012 | 08:31 Uhr
Typisch

weil Energie diesmal im Norden produziert wird und die süddeutschen Länder nicht daran partizipieren, muss gestoppt werden. Dann kann man sich wieder darüber aufregen, das ein Länderfinanzausgleich gezahlt werden muss.
Wie billig ist das denn?

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