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Deutschland & Welt

01. September 2014 | 20:34 Uhr

Lübeck : Sechsjährige stirbt nach Zugunglück

vom

Tragisches Unglück auf der Bahnstrecke Lübeck-Hamburg: Ein Regionalexpress hat ein Kind angefahren. Die Sechsjährige erlitt schwerste Kopfverletzungen. Sie starb einen Tag später.

Lübeck | Das sechsjährige Mädchen, das in Lübeck-Moisling von einem Regionalexpress angefahren wurde und schwere Kopfverletzungen erlitt, ist gestorben. Was Freunde der Familie bereits am Dienstag mitteilen, wurde am Mittwoch auch von der Lübecker Staatsanwaltschaft bestätigt.
Beamte der Bundespolizei sperrten verschiedene Schlupflöcher zu den Gleisen, die offenbar von Kindern genutzt werden, mit Flatterband ab. Rund 20 aufgebrachte Eltern protestierten unterdessen an der Bahnstrecke für mehr Sicherheit. Die Strecke Lübeck-Hamburg grenzt direkt an ein Wohngebiet mit Wanderweg und Spielplätzen. "Natürlich haben alle Eltern ihren Kindern verboten, an den Gleisen zu spielen", sagt Mutter Viola Nell (36). "Doch Kinder machen oft, was verboten ist." Tatsächlich gibt es etliche Trampelpfade zu den Gleisen. "Die älteren Jugendlichen, die man nicht mehr ständig im Auge hat, spielen an den Gleisen, die Jüngeren machen es nach", so Nell.
Mutter brach am Unglücksort zusammen
Die Polizei sucht weiter nach der Unfallursache. Dazu würden unter anderem die Aufzeichnungen aus dem Führerstand des Zuges ausgewertet, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Dienstag. Der Lokführer und die Mutter des Kindes stünden noch unter Schock und hätten noch nicht befragt werden können.
Das sechsjährige Mädchen war am Montagnachmittag in Lübeck-Moisling von einem Regionalexpress erfasst worden. "Das Mädchen wurde in die Uniklinik gebracht", sagte Matthias Menge, Sprecher der Bundespolizei. Möglicherweise hatte das Kind auf den Gleisen gespielt. Seine Mutter brach am Unglücksort ohnmächtig zusammen.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hielt sich das Mädchen allein am Bahndamm auf. "Wir sind tief erschüttert", sagte Menge. Der Präventionsbeauftragte der Bundespolizei sei erst vor den Sommerferien in verschiedenen Lübecker Schulen gewesen. Im Juni hatte es sogar Hausbesuche bei drei Kindern (8, 10 und 11) gegeben, die an den Gleisen gespielt hatten.

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von ge/dpa
erstellt am 08.Aug.2012 | 02:24 Uhr

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01. | XANTHIPPE v. PUHVOGEL | 08.08.2012 | 21:35 Uhr
Sechsjährige stirbt nach Zugunglück

Es wird nicht gut "ankommen", aber es ist kein "Zugunglück" im eigentlichen Sinne. Das ist eben die Unsensibilität der Redakteure, aber die lernen noch.

Zur Tragik des Unfalles: Es macht mich sehr traurig, dass das geschehen konnte. Dumme Erwachsene, die Kindern fehlerhafte Vorbilder sind - der Pfad ist tatsächlich ausgetreten. Sicher nicht allein von Kindern.
Zäune errichten - sie werden eingerissen oder umgangen. Alle Gleise einzäunen, alle Hafenkais, alle Straßen?

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