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Deutschland & Welt

30. August 2014 | 02:09 Uhr

Versicherung : Provinzial-Chef hat sich Angriff ausgedacht

vom

In der vergangenen Woche erstattete der Vorstandsvorsitzende der Provinzial, Ulrich Rüther, Anzeige. Er sei in Münster überfallen worden, sagte er. Jetzt hat er eingeräumt: Den Angriff hat es nicht gegeben.

Münster | Den Angriff auf den Vorstandsvorsitzenden der Provinzial, Ulrich Josef Rüther, hat es nicht gegeben. Rüther räumte das am Dienstag gegenüber der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Münster ein, wie die Behörden in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilen. "Wir gehen davon aus, dass er sich die Verletzungen selbst zugefügt hat", sagte Oberstaatsanwalt Heribert Beck.
Rüther hatte behauptet, er sei am vergangenen Mittwoch auf dem Weg von der Tiefgarage zum Büro mit einem Schraubendreher angegriffen worden. Die Ermittlungen wegen des angezeigten Angriffes wurden daraufhin beendet. Gegenüber der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Münster begründete Rüther sein Verhalten mit den enormen Auswirkungen der Turbulenzen bei der Provinzial auf seine Familie.

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Ermittlungen gegen Rüther

Der Vorstandsvorsitzende war in die Kritik geraten, nachdem bekannt geworden war, dass die Provinzial Nordwest Gruppe an den Allianz-Konzern verkauft werden könnte. Diese Pläne sind aber mittlerweile nicht mehr aktuell, da nun eine Fusion der Versicherungsgruppen Provinzial Nordwest und Provinzial Rheinland geplant ist.
Gegen Rüther wird nun wegen Vortäuschens einer Straftat ermittelt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft dürften die Ermittlungen allerdings gegen Zahlung einer "angemessenen Geldbuße" eingestellt werden.
Die Provinzial Nordwest erklärte in einer knappen Mitteilung, Rüther habe "die extrem belastende Phase speziell für seine Frau und seine drei Kinder" beenden wollen. Zur Frage, ob er weiter als Vorstandschef zu halten sei, gab es von dem Unternehmen am Dienstag keinen Kommentar.

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von shz.de/dapd/dpa
erstellt am 11.Dez.2012 | 06:27 Uhr

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Themen zu diesem Artikel:

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01. | Hans Stein | 12.12.2012 | 11:18 Uhr
Versicherungen

NORBERT EGGERT 12.12.2012 07:46
Vielen Dank für den Hinweis.

JAN BRUNSHAUPT 12.12.2012 07:54
Natürlich bin ich in der Lage, einen Versicherungsabschluss online zu tätigen. Wenn man das nicht kann, liegt es wohl eher an der Website.
Wenn Sie allerdings den Inhalt eines Bedingungswerkes meinen, dann haben Sie Recht, dazu muss man eine juristische Ausbildung haben. Das ist auch von den Versicherern so gewollt und wird immer wieder von Verbraucherschützern kritisiert. Aber: Haben Sie schon mal erlebt, dass ein Versicherungsverkäufer Ihnen das Bedingungswerk erklärt?

Nicht umsonst ist höchstrichterlich festgestellt worden, dass man behaupten darf, dass eine Lebensversicherung legaler Betrug ist.
http://www.bds-deutschland.de/a/index.php/kapital-lebensversicherungen/das-urteil-legaler-betrug

Und wenn Sie eine Sachversicherung in Anspruch nehmen wollen, dann zeigt sich oft, dass man das Bedingungswerk vor der Schadensmeldung lesen sollte, oder wussten Sie, dass ein Fahrraddiebstahl nach 22 Uhr außerhalb des Hauses nicht versichert ist, obwohl es angeschlossen wurde? Wussten Sie, dass abgeschlossen nicht ausreicht, dass es angeschlossen sein muss?

Jetzt noch mal zum Thema: Es gibt Schätzungen, wonach 60 bis 80 % der Führungskräfte in D Therapie bedürftig sind...

02. | Gerhard Stahl | 12.12.2012 | 09:19 Uhr
Herr Herr Motzki : und ich mal ganz einer Meinung.

Staun.

03. | . Motzki | 12.12.2012 | 09:02 Uhr
Wie krank muss ein Mensch sein der so etwas macht

Der gehört ganz schnell in psychiatrische Betreuung, nicht aber an die Spitze eines großen Konzerns.
Und mir kann niemand erzählen dass nicht schon in der Vergangenheit Auffälligkeiten bei ihm zu bemerken gewesen sind.

04. | Jan Brunshaupt | 12.12.2012 | 07:54 Uhr
@ Hans Stein

"Aber gibt es überhaupt Versicherungsverkäufer, die glaubwürdig sind?" Wenn Sie so denken, sind Sie sicherlich in der Lage, Dinge wie eine gewerbliche Inhaltsversicherung, eine Riesterrente und eine Krankentagegeldversicherung genau passend und ohne Fehler online abzuschließen? Und Sie verstehen auch sofort den Unterschied zwischen Ihrer KFZ-Kasko und der Ihres Nachbarn (außer dem Preis nach dem Motto billig, billig, billig)? Na denn toi, toi, toi.

05. | Norbert Eggert | 12.12.2012 | 07:46 Uhr
Betrug?

lex speziales ist das Stichwort:
§263 StGB geht auf den Vermögensschaden.
§145d - Vortäuschen einer Straftat - wäre hier wohl anzuwenden.

06. | Hans Stein | 11.12.2012 | 23:21 Uhr
NORDSTERN 24 11.12.2012 22:20

Wenn er kein Betrüger ist, warum muss er denn eine Geldstrafe zahlen? Ist die Vortäuschung einer Straftat Ihrer Meinung nach kein Betrug?
Definition des Betruges: „Der Tatbestand des Betruges ist in § 263 StGB normiert. Voraussetzung für den Betrug ist zunächst eine Täuschungshandlung des Täters....“

07. | Nordstern 24 | 11.12.2012 | 22:20 Uhr
Naja....

Die chefpolemiker Stahl und Stein.....erstens er ist ein Mensch und kein Betrüger.zweitens, er zahlt selbst,da zivilverfahren.angesichts der angespannten Situation und ggf.tausenden betroffenen Arbeitsplätzen allein in s-h,lieber mal entspannt bleiben,meine Herrn.perry und knorr,die provinzial,lokhersteller Voigt und vossloh in Kiel....wir haben andere sorgen

08. | Hans Stein | 11.12.2012 | 17:24 Uhr
Zwei Möglichkeiten

Entweder war er es tatsächlich selbst oder er schützt jemand. Egal, was zutrifft, seine Glaubwürdigkeit hat er verloren. Aber gibt es überhaupt Versicherungsverkäufer, die glaubwürdig sind?
Die Geldbuße zahlt natürlich die Provinzial.

09. | Gerhard Stahl | 11.12.2012 | 15:34 Uhr
Was is hier denn los ?

Der oberste Versicherungsboss so ne Art Betrüger ?

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