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Deutschland & Welt

23. September 2014 | 02:18 Uhr

Versicherung : Provinzial-Chef hat sich Angriff ausgedacht

vom

In der vergangenen Woche erstattete der Vorstandsvorsitzende der Provinzial, Ulrich Rüther, Anzeige. Er sei in Münster überfallen worden, sagte er. Jetzt hat er eingeräumt: Den Angriff hat es nicht gegeben.

Münster | Den Angriff auf den Vorstandsvorsitzenden der Provinzial, Ulrich Josef Rüther, hat es nicht gegeben. Rüther räumte das am Dienstag gegenüber der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Münster ein, wie die Behörden in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilen. "Wir gehen davon aus, dass er sich die Verletzungen selbst zugefügt hat", sagte Oberstaatsanwalt Heribert Beck.
Rüther hatte behauptet, er sei am vergangenen Mittwoch auf dem Weg von der Tiefgarage zum Büro mit einem Schraubendreher angegriffen worden. Die Ermittlungen wegen des angezeigten Angriffes wurden daraufhin beendet. Gegenüber der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Münster begründete Rüther sein Verhalten mit den enormen Auswirkungen der Turbulenzen bei der Provinzial auf seine Familie.

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Ermittlungen gegen Rüther

Der Vorstandsvorsitzende war in die Kritik geraten, nachdem bekannt geworden war, dass die Provinzial Nordwest Gruppe an den Allianz-Konzern verkauft werden könnte. Diese Pläne sind aber mittlerweile nicht mehr aktuell, da nun eine Fusion der Versicherungsgruppen Provinzial Nordwest und Provinzial Rheinland geplant ist.
Gegen Rüther wird nun wegen Vortäuschens einer Straftat ermittelt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft dürften die Ermittlungen allerdings gegen Zahlung einer "angemessenen Geldbuße" eingestellt werden.
Die Provinzial Nordwest erklärte in einer knappen Mitteilung, Rüther habe "die extrem belastende Phase speziell für seine Frau und seine drei Kinder" beenden wollen. Zur Frage, ob er weiter als Vorstandschef zu halten sei, gab es von dem Unternehmen am Dienstag keinen Kommentar.

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erstellt am 11.Dez.2012 | 06:27 Uhr

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