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Deutschland & Welt

28. November 2014 | 14:20 Uhr

Schiffe mit Hybridantrieb : Nordfriesische Insel-Fähren bekommen Konkurrenz

vom

Weniger Schadstoffausstoß dank Hybridtechnik: Mit neuen Fähren wollen Hamburger Unternehmer der Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR) Konkurrenz machen.

Föhr/Amrum | Seit 125 Jahren sind die Fähren der Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR) fester Bestandteil des Erscheinungsbilds der nordfriesischen Inseln und Halligen. Doch der Monopolist, der mit fünf Fähren die Inseln Föhr und Amrum mit dem Festlandshafen Dagebüll verbindet, bekommt offenbar Konkurrenz.
Dies bestätigt Dirk Lehmann, geschäftsführender Gesellschafter von Becker Marine Systems mit Hauptsitz in Hamburg. Zusammen mit seinem Kollegen Henning Kuhlmann und in Zusammenarbeit mit einer norddeutschen Reederei, plant Lehmann, ab Mitte 2014 die Föhr-Amrum-Linie zu befahren. Dies soll mit zwei Schiffen, angetrieben von selbst entwickelten extrem umweltfreundlichen Flüssig-Erdgas-Hybrid-Antrieben, geschehen. "Die Antriebe produzieren 50 Prozent weniger CO2 als die neuen WDR-Fähren", erklärt Lehmann. Zudem fallen nur sieben Prozent der Stickoxide bei der Mischung aus Elektro- und Flüssiggas-Motoren an.
Kein Kommentar von der WDR
"Die WDR gibt zum derzeitigen Zeitpunkt keinen Kommentar zu dem Vorgang ab", sagt Reederei-Geschäftsführer Axel Meynköhn. In den vergangenen Jahren hatte die Reederei mit ihrem Sitz in Wyk auf Föhr häufig Kritik von Insulanern an ihrer Preispolitik und Fahrplangestaltung erhalten. Dies hatten die beiden Becker-Geschäftsführer - beide langjährige Föhr-Urlauber - vor Ort erfahren und nicht zuletzt deshalb zusammen die Idee, eine Konkurrenz-Situation zu schaffen, entwickelt.
Offiziell sollen die neuen Auto-Fähren auf der Schiffbaumesse (SMM) im September in Hamburg vorgestellt werden. "Im September zeigen wir Flagge", verspricht Lehmann. Bis dahin sei auch eine Wirtschaftlichkeitsanlayse fertiggestellt.
"Es kann nur günstiger werden"
Die Insulaner und Urlauber - die WDR befördert auf ihren Linien rund 1,8 Millionen Fahrgäste im Jahr - könnten von der neuen Konkurrenz profitieren. "Es kann nur günstiger werden", meint der Geschäftsführer von Becker Marine Systems, die nach Angaben von Lehmann zwar zahlreiche große Fähren und Schiffe mitentwickelt, als Reeder aber keine Erfahrungen hat. "Aber dafür haben wir ja unseren norddeutschen Partner." Benennen will er diesen aber nicht.
Zudem biete das empfindliche Ökosystem des Nationalparks Wattenmeer das ideale Einsatzgebiet für das Konzept einer Hybrid-Fähre mit extrem verringertem Schadstoffausstoß. Dabei speichern Akkus an Bord den Leistungsüberschuss der Flüssig-Erdgas-Motoren und können außerdem während der Hafenliegezeiten durch erneuerbare Energie weiter aufgeladen werden. Dies soll, so die Planungen, auf Föhr nachts per Windkraft passieren.

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erstellt am 10.Aug.2012 | 08:55 Uhr

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