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17. April 2014 | 14:39 Uhr

Frankreich-Flucht - Steuer-Emigrant Depardieu muss Belgier werden

vom

Nachdem ihn der Französische Premier Ayrault "ziemlich erbärmlich" genannt hatte, polterte der beleidigte Gérard Depardieu postwendend zurück: Er wolle seinen französischen Pass abgeben. Das ist nicht so ein mit einem Sprachakt erledigt: Der Steuer-Emigrant, der keine Lust hat, den französischen Spitzensteuersatz zu zahlen, muss zunächst belgischer Staatsbürger werden, um einen belgischen Pass zu bekommen.
Dies sagte die Vorsitzende des für Einbürgerungen zuständigen Ausschusses des belgischen Parlaments, Karine Lalieux, der Nachrichtenagentur Belga. Möglicherweise muss Depardieu aber Dank eines neuen Gesetzes nicht allzu lange warten.

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Depardieu hat sich beim Bürgermeister seines neuen Wohnortes Néchin, Daniel Senesael, bereits erkundigt, wie er an einen belgischen Pass komme. Lalieux verwies darauf, dass am 1. Januar in Belgien ein Gesetz in Kraft tritt, das die Einbürgerung bestimmter Personen beschleunige. Es sehe vor, dass Sportler oder Künstler, die möglicherweise das Ansehen Belgiens mehren, schon nach sechsmonatigem Aufenthalt die belgische Staatsbürgerschaft beantragen können. Ab dem 1. Januar 2013 wäre dies im "Normalfall" frühestens nach fünf Jahren möglich.
Der Schauspieler ("Cyrano de Bergerac", "Asterix und Obelix") hatte sich in einem am Wochenende veröffentlichten Brief an den französischen Premierminister Jean-Marc Ayrault gegen dessen Kritik verwahrt. Ayrault hatte Depardieus Ärger über einen neuen Spitzensteuersatz von 75 Prozent als "unpatriotisch" bezeichnet. Depardieu hatte angekündigt, seinen französischen Pass und seine nie benutzte Sozialversicherungskarte zurückgeben zu wollen.
Gleichzeitig macht Depardieu deutlich, sich nie vor dem Fiskus und seinen Pflichten nie versteckt zu haben. "Ich habe in 45 Jahren 145 Millionen Euro Steuern gezahlt, ich beschäftige 80 Leute (...)."

von dpa, shz.de
erstellt am 17.Dez.2012 | 06:08 Uhr

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