LEUTE

 

Alkoholentzug

Jenny Elvers-Elbertzhagen fürchtet sich vor Rückfall

30. Januar 2013 | 15:30 Uhr | Von dpa, shz.de


Jenny Elvers-Elbertzhagen träumt auch Wochen nach einer Entziehungskur noch oft von Alkohol. Foto: dpa

Jenny Elvers-Elbertzhagen träumt auch Wochen nach einer Entziehungskur noch oft von Alkohol. Foto: dpa

Sie lallte live im TV, dann schickte ihr Mann sie in die Entzugsklinik: Für Jenny Elvers-Elbertzhagen (40) ist der Weg aus der Alkoholsucht wie ein Wüstenmarsch ohne Wasser. "Wenn man richtiger Alkoholiker ist, und das bin ich, ist der Entzug unfassbar anstrengend" schilderte sie gegenüber dem Magazin "Gala" ihre Situation.

Auch Wochen nach einer Entziehungskur träumt sie noch oft von Alkohol. "Ich träume mit einem schlechten Gewissen davon, dass ich etwas getrunken habe", sagte die Schauspielerin "Gala". "Dass ich bewusst rückfällig werde, davor habe ich Angst. Dass ich bewusst sage: Ihr könnt mich alle mal! Ich ergebe mich dem!" Des weiteren gab sie in dem Interview Einblicke in die Schwere ihres Alkoholkonsums vor der Kur: "Meine Tagesdosis vorher war vormittags eine Flasche Sekt, nachmittags eine Flasche Wein und abends eine Flasche Wodka. Oder eine Flasche Whisky oder eine Flasche Gin"

Nach einem Fernseh-Auftritt auf dem Roten Sofa beim NDR Mitte September, bei dem Elvers-Elbertzhagen offensichtlich angetrunken war, machte ihr Mann das Alkoholproblem öffentlich. Mit der Unterstützung ihre Mannes begab sich die Schauspielerin in eine Entzugsklinik: "Der Arzt hat bei der Einlieferung gesagt: Sie haben noch sechs bis acht Wochen zu leben. Wenn ich in der Dosis weitergemacht hätte, wäre es dazu gekommen."  

Getragen von der Hoffnung

Sie habe stets perfekt sein und kontrolliert handeln wollen, begründet die Schauspielerin ihre Sucht. Daraus seien Depressionen und permanente Schlafstörungen entstanden. Sie habe jeden Tag Schlaftabletten genommen und Rotwein getrunken. Zu einem Glas Rotwein sei ein zweites gekommen, dann "ein drittes Glas, eine Flasche. Um dann fit in den Tag zu kommen, habe ich morgens ein Glas Prosecco getrunken, an guten Tagen Champagner. Um zu funktionieren."  
Die 40-Jährige ist hoffnungsvoll, ihr Leben wieder neu gestalten zu können. "Eigentlich bin ich ein lebensbejahender Mensch. Das Gefühl möchte ich wieder aktivieren."  

Rückendeckung bekam Elvers-Elbertzhagen von Regisseur Detlev Buck, der ihr im Sozialdrama "Knallhart" (2006) eine wichtige Rolle gegeben hatte. Er könne sich natürlich vorstellen, mit ihr einen Film zu drehen, ob mit Sucht oder ohne, sagte Buck am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. "Ich mag sie sehr gerne, weil sie ein sehr großherziger Mensch ist."


 






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