LEUTE
Literatur: Booker-Preis 2011
Autor Julian Barnes gewinnt Booker-Preis
Julian Barnes hat den Man-Booker-Literaturpreis erhalten. Foto: Alan Edwards/Man Booker Prize Foundation
Der Man-Booker-Literaturpreis geht in diesem Jahr an den britischen Schriftsteller Julian Barnes (65), auch bekannt unter dem Pseudonym "Dan Kavanagh". Am gestrigen Dienstagabend nahm der Autor den Preis für seinen Roman "The Sense of an Ending" in London entgegen.
In seinem nun preisgekrönten Buch beschreibt Barnes die Geschichte eines Mannes mittleren Alters, der nach dem Erhalt eines Anwaltsbriefs Schwierigkeiten hat, sein Leben weiterhin problemfrei zu gestalten. Die Erinnerungen, die er von sich selbst hatte, stimmen auf einmal nicht mehr exakt mit der Realität überein.
Barnes war bereits drei Mal für den Booker-Preis nominiert
Im vierten Anlauf gewann Barnes nun endlich die wichtigste literarische Ehrung für englischsprachige Autoren. Der Autor dankte am Dienstag "den Verlegern für ihre Weisheit und den Sponsoren für ihren Scheck". Laut Jon Howells vom Buchhändler Waterstones sei das Buch "ein brillanter Roman, einer der sich dem Leser in den Kopf brennt, noch lange nachdem er aufgehört hat zu lesen". Die fünfköpfige Jury des diesjährigen Booker-Preises begründete ihre Entscheidung wie folgt: "Wir dachten, es ist ein sehr schön geschriebenes Buch. Wir dachten, es ist ein Buch, das die Menschheit des 21. Jahrhunderts anspricht."
Der Man-Booker-Literaturpreis wird seit 1969 jährlich für einen englischsprachigen Roman aus Großbritannien, Irland sowie dem Commonwealth verliehen und ist mit 50 000 britischen Pfund (rund 57 000 Euro) dotiert. Im vergangenen Jahr hatte der britische Schriftsteller Howard Jacobson ("The Finkler Question") den Preis gewonnen.
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