LEUTE

 

Vorabendshow "Gottschalk Live"

Gottschalk verliert die Quoten unter den Füßen

10. Februar 2012 | 14:00 Uhr | Von shz.de, dapd

Gottschalk und die ARD im Quotenkeller. Foto: dpa

Negativrekord für Thomas Gottschalk: Der Moderator ist mit seiner Vorabendshow "Gottschalk Live" am Donnerstagabend erstmals unter die Millionengrenze gefallen. Nur 930.000 Fernsehzuschauer wollten sich die Sendung anschauen - selbst mit Top-Model Eva Padberg als Tagesgast konnte der Abwärtstrend nicht umgekehrt werden. Mit 3,4 Prozent Quote blieb das TV-Flaggschiff Gottschalk am Donnerstag sogar das Schlusslicht innerhalb der ARD. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen erreichte der 61-Jährige gerade mal 220.000 Zuschauer.

Der Showmaster sollte dem "Ersten" eigentlich frischen Wind im luftleeren Raum - der "Todeszone" des Vorabendprogrammes - bescheren, doch die Quoten seiner neuen Sendung sind von Anfang an deutlich niedriger als erhofft ausgefallen. Immerhin 4,3 Millionen Menschen hatten bei der Debütsendung vor drei Wochen eingeschaltet - das bedeutete einen Marktanteil von 14 Prozent - doch Gottschalks Mühen wurden von den Allermeisten nicht mit Treue belohnt. Anschließend zeigten die Zuschauerzahlen nur noch zwei Ausschläge über zwei Millionen; nach der zweiten Woche blieben sie stetig darunter bei knapp über einer Million. Angesichts der hochgesteckten Erwartungen ist dies eine desaströse Entwicklung für die Programm-Macher der Sendeanstalt.

Gottschalk kampfeslustig

"So wie es Helmut Kohl nicht gelungen ist, aus dem Osten ruck, zuck blühende Landschaften zu machen, so wenig werde ich es schaffen, die Todeszone des Vorabends in ein paar Wochen zu begrünen", gab sich der Showmaster vor wenigen Tagen in einem Gala-Interview kampfeslustig. Doch die dritte Woche der neuen Show von 19.20 bis 19.50 Uhr entwickelte sich für Gottschalk zu einem Desaster: Sein Marktanteil lag am Montag bei 6,6 Prozent, sackte am Dienstag aber auf 4,3 Prozent und am Mittwoch auf 4,8 Prozent.

Thomas Schreiber, der verantwortliche Unterhaltungskoordinator der ARD, nimmt den schwarzen Donnerstag aber gelassen: "Auch wenn die Zuschauerzahlen von Donnerstagabend keinen Anlass zu Freudensprüngen geben, gilt die alte Sportlerweisheit: Bilanz gezogen wird am Schluss."


 



 
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