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Kultur

29. Juli 2014 | 02:32 Uhr

Appell der Kaufleute : WVE ringt ums Ja der Stadtvertreter

vom

Das Ringen um den Erhalt der Sommeroper in Eutin tritt am Dienstag in die ganz heiße Phase.

eutin | In einer gemeinsamen Sitzung von Finanz- und Kulturausschuss soll beratschlagt werden, ob die Stadt das Projekt der Wirtschaftsvereinigung Eutin zur Fortsetzung der Festspiele mit 125.000 Euro bezuschussen will oder nicht. Die Beschlussempfehlung der Ausschüsse gilt als entscheidender Wegweiser für die Abstimmung der morgen tagenden Stadtvertretung.

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Nach OHA-Informationen scheint, anders als noch vor wenigen Tagen, eine knappe Mehrheit der Stadtvertreter für einen Zuschuss zugunsten der WVE-Oper nicht mehr völlig ausgeschlossen. Die WVE-Vertreter haben ihr Konzept, nachdem sie es Freitag im Kultusministerium vorgestellt hatten, seither auch den Eutiner Fraktionen von CDU, FDP, Grünen und SPD erläutert. CDU-Fraktionschefin Elgin Lohse zollte, ebenso wie die Experten im Kieler Ministerium, den Planungen Anerkennung: "So ein detailliertes Konzept hatten wir noch nie." Allerdings sei die Beratungszeit für die Stadtvertreter "extrem kurz".
"Durch die Euphorie ist hier jetzt vieles möglich"
Für die WVE-Opernplaner riefen gestern Katharina Berges und Marcus Gutzeit die Stadtvertreter auf, signalgebend Ja zur Unterstützung zu sagen: "Die anderen Zuschussgeber geben kein Geld, wenn Eutin sich komplett zurückzieht." Gutzeit verwies auf den Rückenwind, den das Konzert der Musiker aus Lawrence in der Michaeliskirche erzeugt habe: "Durch die Euphorie, die das ausgelöst hat, ist hier jetzt vieles möglich."

In ihrer Kalkulation gehen die Planer nur von einer 30-prozentigen Auslastung der 25 Veranstaltungen auf der Freilichtbühne aus. Bei Preisen wie in den Vorjahren soll das rund 500.000 Euro in die Kasse bringen; neben öffentlichen Zuschüssen in Gesamthöhe von 235.000 Euro werden 100.000 Euro von Sponsoren sowie weitere 100.000 Euro als rückzahlbarer Vorschuss von risikobereiten Kaufleuten und privaten Gönnern erwartet. Gutzeit betont die Seriösität der Kapitalversprechen: "Wir werden das Geld ganz sicher bekommen."
Dreh- und Angelpunkt ist das Geschenk aus Lawrence
Dreh- und Angelpunkt der Kostenrechnung für eine Spielzeit 2011 auf der Freilichtbühne ist das Geschenk aus Lawrence: Das Hochschul-Orchester unter Leitung von David Neely wird vier Wochen gegen Kost und Logis den Eutiner Festspielen zur Verfügung stehen - und bringt zudem die Oper "Hänsel und Gretel" hier auf die Bühne. Als zweite Produktion ist Mozarts "Don Giovanni" in der Regie von Jörg Fallheier geplant. Die Gala-Abende soll der Dirigent Roman Brogli-Sacher mit seinem Lübecker Orchester bestreiten.

Als Trägerin der neuen Festspiele will die WVE eine gemeinnützige Gesellschaft gründen. Darüber sollen die WVE-Mitglieder am 7. Februar befinden; als Geschäftsführer der als gemeinnützig geplanten GmbH ist Marcus Gutzeit vorgesehen, mit Jörg Fallheier als persönlichen Berater.

von Hartmut Buhmann
erstellt am 21.Jan.2011 | 10:10 Uhr

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