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Kultur

03. September 2014 | 01:43 Uhr

Picasso und die Liebe zur Fotografie

vom

Eine Schau im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe zeigt rund 250 Fotoporträts des Ausnahmekünstlers

Hamburg | Pablo Picasso (1881-1973) war nicht nur ein großer Künstler, sondern auch ein Meister der Selbstinszenierungen. Die bemerkenswertesten seiner Fotoporträts, von der klassischen Atelierszene über Schnappschussfotografie bis hin zur inszenierten Pose, sind bis zum 21. Oktober im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg zu sehen.

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Die Ausstellung versammelt rund 250 Picasso-Porträts verschiedener Fotografen, darunter Berühmtheiten wie Richard Avedon, Brassaï, Henri Cartier-Bresson, Man Ray, Cecil Beaton oder Madame dOra. "Alle bedeutenden Fotografen des 20. Jahrhunderts haben Picasso fotografiert - einige dieser Porträts besitzen inzwischen geradezu ikonischen Charakter", sagte Kuratorin Esther Ruelfs gestern in Hamburg.

Die große Bandbreite der Fotografien reicht von stark psychologisierenden Porträts, die das "wahre" Gesicht des Künstlers offenbaren wollen, über Atelieraufnahmen, die Orte des Schaffens zeigen, bis zu Momentaufnahmen, die Picasso in seinem Lebensumfeld zwischen Künstlerfreunden, Sammlern und seiner Familie zeigen. "Vor allem aber machen sie deutlich, wie Picasso sich selbst sah und wie er gesehen werden wollte", sagte Ruelfs. Bewusst setzte der Maler die Fotografie als Medium zur Inszenierung seiner Persönlichkeit ein. Und das in allen Stationen seines Lebens: als Student in Madrid, als Bohemien im Pariser Künstlerviertel Montparnasse und in seinen letzten Lebensjahrzenten in Südfrankreich. Aber auch Picasso als Marke ist im Museum zu sehen. Werbeplakate aus den 30er-Jahren zeigen, dass der spanische Maler nicht nur mit seiner Kunst, sondern auch mit seiner Person Menschen anziehen konnte. "Picasso war ein großartiges Selbstvermarktungsgenie", sagte die Direktorin des Museums für Kunst und Gewerbe, Sabine Schulze. Aus diesem Grund bliebe es bis zuletzt ein Rätsel, wer bei den 250 Fotoaufnahmen Regie führe. Denn selbst in vermeintlichen Schnappschüssen richten sich die Augen des Betrachters wie automatisch nur auf ihn, den Künstler mit den schwarzen Augen.

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von dpa/dapd
erstellt am 13.Jul.2012 | 03:59 Uhr

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