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Kultur

22. Dezember 2014 | 15:50 Uhr

Hohes Tempo, harte Schnitte: Filme aus Fernost zu Gast in Hamburg

vom

Hamburg / Hongkong | Die Filmindustrie von Hongkong gilt als eine der dynamischsten und erfolgreichsten der Welt. Kaum irgendwo werden pro Kopf so viele Filme gedreht, wie hier. 15 Jahre ist es her, dass die einstige britische Kronkolonie an China zurückgegeben wurde - die Stadt feiert dieses Ereignis in Deutschland mit dem ersten Hongkong Film Festival.

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Zwei Wochen lang zeigt das Hamburger Metropolis Kino vom 16. August an mit elf Filmen querbeet, was die Filmindustrie Hongkongs zu bieten hat. Darunter Streifen wie die Liebeskomödie "East meets West", die melancholische Produktion "The Drunkard" oder das preisgekrönte Drama "A Simple Life" - eine sensible inszenierte Erzählung über das Altwerden einer Hausangestellten in einer Hongkonger Großfamilie. Für Roger Lee, Produzent von "A Simple Life", ist dieser Film zugleich ein Stück eigene Lebensgeschichte. Die Zutaten für einen typischen Hongkong-Film fasst der Produzent dabei so zusammen: "Hohes Tempo, harte Schnitte, alle Elemente um den Unterhaltungswert zu steigern." Und diese sind es auch, die nicht zuletzt in den vergangenen zwei Jahrzehnten maßgeblich das Hollywood-Kino bestimmt haben. Filme wie die Science-Fiction Trilogie "Matrix" (1999) wären ohne die Produktionen aus Fernost nicht denkbar. Zuvor haben Namen wie Bruce Lee oder auch Jackie Chan das Hongkong-Kino weltweit populär gemacht.

Doch die Filmstadt steht vor einem Wandel: "Der illegale Download aus dem Internet erstickt langsam den DVD- und Fernsehmarkt", sagt Lee. Die Studios in Hongkong setzen daher auf den chinesischen Markt. Die Volksrepublik profitiere vom technischen Know-How der Hongkonger Studios, diese wiederum vom Geld und Publikum Chinas, so Lee. Unproblematisch ist diese Verbindung nicht. "Die strikte Zensur in China schränkt die Kreativität der Filmschaffenden bei sensiblen Themen wie Politik, Sex, Gewalt oder auch Okkultismus ein", räumt Lee ein. Was das langfristig für die Stadt bedeutet, ist unklar. Zumindest vorerst bleibt Hongkong aber das Hollywood von Asien.

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erstellt am 01.Aug.2012 | 03:59 Uhr

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