KULTUR
Angelina Jolie gibt Regiedebüt
Debüt: Bei "In the Land of Blood and Honey" steht Angelina Jolie erstmals hinter der Kamera. Foto: DPA
Berlin. Die Bären sind los: Mit dem französischen Revolutionsdrama "Leb wohl, meine Königin!" sind am Donnerstagabend die 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin eröffnet worden.
Zur von Anke Engelke moderierten Eröffnung kamen mehr als 1600 Gäste in den Berlinale-Palast am Potsdamer Platz - darunter fast die komplette Riege deutscher Schauspieler und Filmemacher. Nachdenklich wurde die Stimmung im Saal, als Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) das Schaffen couragierter Filmemacher würdigte und anprangerte, dass in China und im Iran immer noch Künstler verfolgt werden. Er kritisierte die Haft und das Berufsverbot für den iranischen Filmemacher Jafar Panahi als unmenschlich. "Er hat unsere volle Sympathie und Solidarität." Neumann forderte: "Demokratie braucht Kultur - und Kultur braucht Freiheit."
Der Kostümfilm "Leb wohl, meine Königin!" erhielt am Donnerstag vom Publikum freundlichen, aber matten Applaus. Regisseur Benoit Jacquot erzählt darin die dramatischen Ereignisse zu Beginn der Französischen Revolution 1789 aus der Sicht der Diener im Schloss von Versailles.
Zahlreiche Stars haben sich zur Berlinale angekündigt. So auch Angelina Jolie. Heute stellt die 36-Jährige in der Spezial-Sektion ihr Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey" vor, das sich um ein ernstes Thema, den Bürgerkrieg im früheren Jugoslawien, dreht. Bei der parallel zur Berlinale stattfindenden Gala Cinema for Peace wird der Film mit einem Preis ausgezeichnet.
"Einen Film zu drehen hatte ich nie geplant, aber dieses Thema hat mich gewählt", so Jolie. Sie habe die Region oft besucht, mit Kriegsopfern und Menschen in Flüchtlings lagern gesprochen und ihre Geschichten gehört. Nicht zuletzt durch ihr Engagement als UN-Botschafterin des Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR).
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