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Weihnachten

08. Dezember 2016 | 07:06 Uhr

Edeka und John Lewis : „Wie süüüüß!“: Die ersten Weihnachts-Videos sind online

vom

Werbeclip mit auf Trampolin springenden Füchsen ist bei 17 Millionen Usern beliebt. Auch Edeka ist mit einer rührenden Neuauflage am Start.

Hamburg/London | In rund zehn Tagen wird der erste Advent gefeiert: Zeit sich ein bisschen auf die Weihnachtszeit einzustimmen. Die großen Konzerne haben jetzt wieder die Phase der rührseligen „Wie süüüüß!“-Videos eingeläutet. Die britische Warenhauskette John Lewis und der Supermarkt Edeka waren in diesem Jahr unter den ersten.

Sie berühren die Menschen und appellieren an sie, gerade zur Weihnachtszeit, Gutes zu tun: Mit emotionalen Werbefilmen buhlen die finanzkräftigen Konzerne um virale Hits, die ihre Zuschauer zu Tränen rühren: Mal vor Lachen, mal vor Weinen. Im vergangenen Jahr schaffte es der Lebensmittelkonzern Edeka , dass sein „#heimkommen“-Clip millionenfach im Netz geteilt wurde. 

Seit der lustig-herzliche Kurzfilm der Briten - mit dem Titel „#BusterTheBoxer“ - vor rund einer Woche publiziert wurde, feiert er Online-Erfolge: Mehr als 17 Millionen Menschen haben ihn seitdem bereits angeklickt. Wahrscheinlich können sie Weihnachten kaum erwarten.

Es war einmal ein Vater, der in der Vorweihnachtszeit seine Tochter überraschen wollte. Im verschneiten Garten baute er ihr ein wunderschönes Trampolin auf.

Foto: John Lewis
 

Bevor sie es selbst benutzen kann, kommen ihr in der Nacht allerdings andere zuvor...

Foto: John Lewis
Foto: John Lewis

Während die einen sich vergnügen, schauen andere in die Röhre.

Foto: John Lewis

Wer am Ende am längsten hüpft, sehen Sie:

Auch eine Persiflage auf das Werbevideo kursiert seit Sonntag im Netz. Auf seiner Facebook-Seite verbreitete das Portal „God or no God“ den Clip - allerdings mit Hillary Clinton, Donald Trump sowie US-Präsident Barack Obama und seiner Frau Michelle Obama.

In dem Filmchen der Plattform, „für engagierte Diskussionen zwischen Gläubigen, Agnostikern und Atheisten zu religiösen, wissenschaftlichen, gesellschaftlichen sowie ethischen Themen“ baut Obama das Trampolin auf, das hier das Dach des Weißen Hauses in Washington trägt. Hillary sprintet mit vor Freude weit aufgerissenen Augen und ausgebreiteten Armen durch den Garten, um ihr „Geschenk“ in Angriff zu nehmen. Leider ist ihr jemand zuvor gekommen: Der Boxer - der das Gesicht des frisch gewählten zukünftigen Präsidenten trägt - hüpft siegessicher und mit wehenden Ohren in großen Sprüngen auf der schwingenden Gummimatte auf und nieder.

Im Gegensatz zu seiner Vorlage, wurde dieser Clip bis Donnerstagmittag nur rund 509 Mal geteilt - mickrigen 223 Usern gefiel der Beitrag.

Auch Edeka ist in diesem Jahr wieder mit einem besonderen Spot dabei:

„#Zeitschenken“ lautet der Titel der neuesten Weihnachtswerbung des Supermarkts. Im vergangenen Jahr sorgte der einsame Opa im Spot von Edeka zur Weihnachtszeit für jede Menge Wirbel im Internet und in den sozialen Netzwerken. Jetzt packt der Supermarkt-Riese das nächste Weihnachtsvideo-Special aus. Dieses Mal im Fokus: Kinder. In dem neuen Werbe-Filmchen geht es um die vorweihnachtliche Hektik: Einkaufen, Schmücken, Weihnachtsmarktbesuch.

823.982 User haben das Video bei Youtube seit innerhalb der ersten zwei Tage geklickt.

Hinter dem Clip verbirgt sich nicht nur eine Geschenkidee, sondern auch ein Spendenaufruf. Für diejenigen, die zu Weihnachten Zeit verschenken wollen, gibt es in den Supermärkten für einen Euro „Zeitgutscheine“ mit einem Schokoladenherz – zum Beispiel für Kinobesuche oder ein gemeinsames Essen. 30 Cent des Verkaufserlöses pro Gutschein gehen an „Ein Herz für Kinder“. Mit der Spendensumme werden verschiedene Projekte unterstützt.

So gut wie bei „#heimkommen“ im vergangene Jahr funktioniert das Video aber nicht: Beim alten Clip gab es eine hinterlistige Pointe, die mit dem Weihnachtskitsch gebrochen hat, nämlich dass der einsame Opa seinen Tod vortäuschen musste, um die erwachsenen Kinder an Weihnachten nach Hause zu bekommen. Auf diese Weise schaffte es der „#heimkommen“-Spot, echte gesellschaftliche Themen elegant mit weihnachtlichen Emotionen zu verbinden. Der neue Spot „#zeitschenken“ ist dagegen nur schön und kitschig. Professionell produziert, aber ohne den doppelten Boden.

Zum Vergleich: Der Edeka-Clip „#heimkommen“ aus dem vergangenen Jahr - das inzwischen über 50 Millionen mal geklickt wurde:

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erstellt am 17.Nov.2016 | 11:51 Uhr

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