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Weihnachten

06. Dezember 2016 | 22:58 Uhr

Export von Tannenbäumen : Dänischer Förster: Wer deutsch spricht, verkauft mehr Weihnachtsbäume

vom

Viele dänische Tannenbäume kommen nach Deutschland. Produzenten, die Deutsch sprechen, sparen eine Zwischenstation.

Lügumkloster | Wer als dänischer Tannenproduzent deutsche Sprachkenntnisse hat, hat bessere Möglichkeiten, seine Bäume auf direktem Weg nach Deutschland zu exportieren. Das meint Förster Torben Ravn aus Lügumkloster. Er ist Förster der Aktiengesellschaft Plantingsselskabet Sønderjylland und Vorstandsmitglied im Zusammenschluss Danske Juletræer.

In der Kommune Tondern gibt es ungefähr 100 Weihnachtsbaumproduzenten (große und kleine), die ungefähr 500.000 Bäume je Jahr produzieren. Das entspricht in etwa 13 Bäumen pro Einwohner in der Kommune. Neun von zehn Bäumen werden ins Ausland verkauft. Weit die meisten gehen nach Deutschland. Und hier spielen die guten deutschen Sprachkenntnisse und die geografische Nähe zu den deutschen Kunden eine wichtige Rolle, meint Ravn.

„Wenn die Produzenten ihre Geschäfte auf Deutsch abwickeln können, können sie ihre Bäume direkt an den Kunden verkaufen und sparen so eine Zwischenstation. Auf den Preis macht sich der direkte Weg in einem Mehrpreis von 15 bis 20 Kronen je Baum erfreulich bemerkbar. Das bedeutet einen Mehrumsatz von 25.000 Kronen je Wagenladung“, rechnet der Förster vor. So könnten die Produzenten einen soliden Kundenkreis in Deutschland aufbauen, mit dem sie in engem Kontakt stehen. Aber man dürfe sich nicht einfach zurücklehnen, unterstreicht Torben Ravn. Er sei daher im Dezember unterwegs auf deutschen Weihnachtsmärkten, wo er den direkten Kontakt zu potenziellen neuen Kunden suche.

Die 1919 gegründete Aktiengesellschaft Plantningsselskabet Sønderjylland  ist mit 1.470 Hektar Nordschleswigs größter privater Waldbesitzer. Seit 80 Jahren werden Tannen als Christbäume und Tannengrün angebaut.

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erstellt am 16.Nov.2016 | 12:05 Uhr

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